Gesamtmetall warnt vor Kahlschlag in Metall- und Elektroindustrie

26. Mai 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Herausforderungen in der Metallindustrie Berlin

() – Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Udo Dinglreiter, warnt vor einer „dramatischen Lage“ in der Metall- und Elektroindustrie. Seit 2019 habe die Branche rund 300.000 Jobs abgebaut und liege jetzt unter 3,8 Millionen, sagte er dem „Handelsblatt“. Man laufe Gefahr, weitere 300.000 zu verlieren. Das wären dann noch weniger Arbeitsplätze in der M+E-Industrie als zum tiefsten Stand nach der Wiedervereinigung.

Besorgniserregend für könnten die zuletzt deutlich gestiegenen chinesischen Investitionen in die EU sein, sagte Dinglreiter. Der Großteil fließe nicht nach Deutschland, sondern in andere EU-Länder. So entstünden die Arbeitsplätze nicht hier, dafür aber neue Wettbewerber mit günstigeren Konditionen und Marktzugang.

Das von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angesetzte Treffen mit den Sozialpartnern am 10. Juni betrachtet der Gesamtmetall-Präsident mit Skepsis. Es sei nur sinnvoll, wenn alle Parteien echten Lösungswillen hätten. Wenn nicht, verliere man nur wertvolle Zeit: Es sei dringende Aufgabe der Koalition, jetzt ein Paket umzusetzen, das die Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Andernfalls würden weiter Arbeitsplätze abgebaut, mehr Prozesse verlagert, weniger Steuern und Sozialabgaben bezahlt – das sei eine Spirale nach unten, warnte Dinglreiter.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stahlproduktion (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Rund 300.000 Jobs in der M+E-Industrie abgebaut seit 2019, nun unter 3,8 Millionen.
  • Risiko weiterer 300.000 Jobverluste, was zu einem historischen Tiefstand führen würde.
  • Skepsis gegenüber dem Treffen am 10. Juni, notwenige Umsetzungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit gefordert.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft die Metall- und Elektroindustrie in Deutschland
  • 300.000 Arbeitsplätze seit 2019 abgebaut, Gefahr, weitere 300.000 zu verlieren
  • Treffen am 10. Juni mit Sozialpartnern, skeptische Einschätzung von Udo Dinglreiter

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Dramatischer Jobabbau in der Metall- und Elektroindustrie seit 2019, Verlust von 300.000 Arbeitsplätzen
  • Anstieg chinesischer Investitionen in die EU, wodurch Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit verliert
  • Skepsis gegenüber politischen Lösungen und der Gefahr, wertvolle Zeit zu verlieren, wenn kein echter Lösungswille besteht
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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