Sozialethiker fordert strengere KI-Regeln nach Papst-Enzyklika
Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik und Ethik der Künstlichen Intelligenz
Düsseldorf () – Der Sozialethiker Elmar Nass fordert nach der Veröffentlichung der Enzyklika des Papstes eine strengere politische Regulierung von sogenannter „Künstlicher Intelligenz“ (KI). „Ethik darf nicht immer nur der Miesepeter sein, der später sagt: Das ist problematisch“, sagte Nass der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).
„Die ethischen Fragen müssen von Anfang an Teil der technologischen Entwicklung sein.“
Die Politik sei in der Pflicht, konkrete Antworten zu geben, so Nass. Bei autonomen Waffen etwa reiche es nicht, abstrakt über Menschenwürde zu reden.
Man müsse konkret sagen: Diese Systeme akzeptieren wir – jene nicht.
Die Linken-Bundestagsabgeordnete Donata Vogtschmidt, Fraktionssprecherin für Digitalpolitik, forderte derweil „konkrete Schritte, die verfehlte Nutzung und Entmenschlichung durch KI verhindern“. Papst Leo mahne „zu Recht, dass Künstliche Intelligenz niemals über Leben und Tod entscheiden darf“, sagte Vogtschmidt der Zeitung.
Gerade angesichts der weltweiten Aufrüstung mit autonomen Waffensystemen brauche es jetzt einen klaren politischen Kurs für verbindliche ethische Regeln und wirksame menschliche Kontrolle, erklärte sie.
„Ich fordere die Bundesregierung eindringlich dazu auf, die derzeit laufende nationale Umsetzung der KI-Verordnung dafür zu nutzen.“
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hatte zuvor auf europäische Eigenständigkeit und eine „ethische KI“ gedrungen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kuppel des Petersdom am Vatikan |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Elmar Nass fordert strengere politische Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI).
- Donata Vogtschmidt verlangt konkrete Schritte zur Verhinderung der Entmenschlichung durch KI.
- Bundesdigitalminister Karsten Wildberger drängt auf europäische Eigenständigkeit und eine "ethische KI".
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Zielgruppe: Politiker und politische Entscheidungsträger
- Region: Deutschland
- Dringlichkeit: Forderung nach sofortigen politischen Maßnahmen bezüglich der KI-Verordnung
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Forderung nach strengerer politischer Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI)
- Notwendigkeit, ethische Fragen von Beginn an in technische Entwicklungen einzubeziehen
- Dringender Appell für verbindliche ethische Regeln angesichts der Aufrüstung mit autonomen Waffensystemen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Forderung nach strikterer politischer Regulierung von Künstlicher Intelligenz
- Entwicklung verbindlicher ethischer Regeln für KI und menschliche Kontrolle
- Nutzung der nationalen Umsetzung der KI-Verordnung für klare Maßnahmen gegen problematische Anwendungen
- CDU will Kinder mehr an Pflegekosten ihrer Eltern beteiligen - 30. Mai 2026
- Weber pocht auf Ausbau der Atomenergie - 30. Mai 2026
- Weber drängt CSU zu Neuausrichtung - 30. Mai 2026
