Bär sieht Enzyklika des Papstes zu KI zwiespältig

31. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

KI und Zukunftsfragen in der Politik

() – Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) sieht die Enzyklika von Papst Leo XIV. zur Künstlichen Intelligenz zwiespältig. Grundsätzlich finde sie die Enzyklika positiv, würde aber stärker die Chancen betonen als die Risiken, sagte die CSU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

KI könne gerade im Gesundheitsbereich enorme Fortschritte bringen – etwa bei der Früherkennung von Krankheiten oder der Entwicklung neuer Medikamente. „Ich möchte Mut zu KI machen, ohne die Risiken auszublenden“, so Bär. Es sei aber ein wichtiges Signal, wenn sich der Papst nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit den Zukunftsfragen unserer Zeit auseinandersetze. Sein zentraler Satz laute: KI müsse dem Menschen dienen – und nicht umgekehrt. Genau das sei der richtige Ansatz.

Der Papst hatte sich besorgt über die Macht globaler KI-Konzerne gezeigt und eine strengere Regulierung gefordert. Auf die Frage, ob sie die bestehenden KI-Regeln für ausreichend halte, sagte Bär, man wisse heute noch gar nicht, welche Möglichkeiten und Herausforderungen durch KI in den kommenden Jahren entstehen würden. Bei aller Begeisterung für technologische Innovationen dürfe man die Risiken nicht unterschätzen, und die Gesetzgebung müsse jeweils angepasst werden.

Die Sorge vor Jobverlust durch die Entwicklung von KI wollte Bär zerstreuen. Die Arbeitswelt habe sich immer gewandelt. Entscheidend bleibe, die Ausbildung und den Beruf zu wählen, der Freude mache – und flexibel zu bleiben. „KI schafft auch neue Jobs“, sagte sie.

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Bär zeigte Sympathie für Altersgrenzen bei der Nutzung digitaler Angebote. Sie finde die Diskussion über Altersgrenzen für den digitalen Raum gut – ganz gleich, ob es um Computerspiele, Social Media oder Chatbots gehe. Dass solche Grenzen nicht umgangen werden, sei aber zuallererst Aufgabe der Eltern.

Die Ministerin mahnte die Entwicklung von KI-Systemen an, die weniger Energie verbrauchen. Man solle gezielter in die Forschung gehen, um energieeffiziente und ressourcenschonende KI-Systeme zu entwickeln, sagte sie. Zugleich rief sie dazu auf, verstärkt auf Kernfusion zu setzen. Sie habe die Ausschreibung für drei Forschungs-Hubs gestartet: Laserfusion, Magnetfusion und Materialforschung. Da sei weltweit sehr viel Geld unterwegs, und man könne vorne mit dabei sein. Bär prognostizierte, das erste kommerzielle Fusionskraftwerk werde „in den 2040er-Jahren“ ans Netz gehen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Dorothee Bär (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Dorothee Bär sieht die Enzyklika von Papst Leo XIV. zur Künstlichen Intelligenz positiv, möchte jedoch Chancen stärker betonen als Risiken.
  • Sie fordert energieeffiziente und ressourcenschonende KI-Entwicklung und hat drei Forschungs-Hubs zur Kernfusion ausgeschrieben.
  • Bär prognostiziert, dass das erste kommerzielle Fusionskraftwerk in den 2040er-Jahren ans Netz gehen wird.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Allgemeine Öffentlichkeit, besonders im Gesundheitsbereich, Eltern, Arbeitskräfte
  • Region: Deutschland
  • Zeitrahmen: Erste kommerzielle Fusionskraftwerke in den 2040er-Jahren, laufende Entwicklungen in der KI-Gesetzgebung und Forschung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Bär sieht Chancen der KI im Gesundheitsbereich, insbesondere bei Früherkennung und Medikamentenentwicklung.
  • Der Papst fordert strengere Regulierung aufgrund der Macht globaler KI-Konzerne.
  • Bär betont die Wichtigkeit einer flexiblen Ausbildung und die Schaffung neuer Jobs durch KI.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Anpassung der Gesetzgebung an neue KI-Herausforderungen
  • Förderung energieeffizienter und ressourcenschonender KI-Systeme
  • Start von drei Forschungs-Hubs für Kernfusionstechnologien
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH