Chemieagenda: Bund ist optimistisch – Industrie warnt

1. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Chemieindustrie trifft Politik in Berlin

() – Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat am Montag Vertreter aus Chemieindustrie, Ländern, Gewerkschaften und Verbänden zu einem Folgetreffen zur Chemieagenda empfangen – und dabei eine positive Zwischenbilanz gezogen. Die Industrie zeigte sich dagegen eher skeptisch.

Die im März veröffentlichte Agenda werde derzeit umgesetzt, so Reiche. Erste Erfolge seien sichtbar, etwa beim Gesetzespaket für bezahlbare Energie und bei der gemeinsamen Position zur EU-Chemikalienverordnung „Reach“. Angesichts der angespannten Lage der Branche sei eine konsequente Fortsetzung der Arbeiten nötig.

Umweltminister Carsten Schneider (SPD) betonte, die EU-Kommission folge den deutschen Empfehlungen und wolle „Reach“ in der jetzigen Form nicht ändern. Auch beim Emissionshandel habe man gezielte Entlastungen erreicht.

Markus Steilemann, Präsident des Verbands der Chemischen Industrie, warnte: „Die Chemie hält am Laufen – steht selbst aber massiv unter Druck.“ Weitere Belastungen seien ein „No-Go“. IGBCE-Chef Michael Vassiliadis plädierte für eine strukturpolitisch begleitete Konsolidierung der Chemiestandorte. „So könnten die Überkapazitäten auch volkswirtschaftlich am sinnvollsten angepasst werden.“

Ein halbjährlicher Steuerungskreis unter Leitung von Staatssekretär Frank Wetzel soll den Prozess fortsetzen.

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Positive Zwischenbilanz zur Chemieagenda von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche
  • Erste Erfolge sichtbar, z.B. bei bezahlbarer Energie und EU-Chemikalienverordnung "Reach"
  • Ein halbjährlicher Steuerungskreis unter Leitung von Staatssekretär Frank Wetzel soll den Prozess fortsetzen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Chemieindustrie, Gewerkschaften, Verbände, Länder
  • Region: Deutschland, EU
  • Zeitraum: Umsetzung der Chemieagenda seit März, halbjährlicher Steuerungskreis

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • positive Zwischenbilanz der Chemieagenda
  • skeptische Haltung der Industrie wegen Drucks und Überkapazitäten
  • Notwendigkeit der Fortsetzung von Unterstützungsmaßnahmen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Umsetzung der Chemieagenda mit ersten Erfolgen beim Gesetzespaket für bezahlbare Energie und der EU-Chemikalienverordnung "Reach"
  • Fortsetzung der Arbeiten zur Unterstützung der Chemiebranche, einschließlich gezielter Entlastungen im Emissionshandel
  • Einsetzung eines halbjährlichen Steuerungskreises unter Leitung von Staatssekretär Frank Wetzel zur Prozessfortsetzung
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