Schneider pocht auf klare Pläne für fossile Energie bei Klimagipfel

21. November 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Klima-Politik und Verhandlungen in Belem

Belem () – Umweltminister Carsten Schneider (SPD) sieht die internationalen Verhandlungen bei der Klimakonferenz weiterhin schwierig.

Den Sendern RTL und ntv sagte Schneider am Freitag, die Unterbrechung durch ein Feuer auf dem Verhandlungsgelände sei „erst mal ein Schock“ gewesen. „Das ist eine schwierige Situation, die wir gerade haben, weil wir auch nicht weit beieinander sind. Und jetzt hoffen wir, dass erstens die Verletzten schnell gesund werden und dass wir mit der brasilianischen Präsidentschaft einen klugen Vorschlag hinbekommen. Ich kann noch nicht sagen, wie das ausgeht“, so Schneider.

Als zentrale Streitpunkte nannte Schneider zwei Punkte, die für die EU entscheidend seien: „Wir wollen, dass wir den klaren Ausstiegsfahrplan haben aus fossilen Energien“. Das habe der brasilianische Präsident auch im persönlichen Gespräch mit ihm angekündigt. Zudem brauche man angesichts der derzeitigen Prognosen deutlich stärkere und glaubwürdige Reduktionspfade. „Das ist für mich eine Bedingung, um hier ein gutes Ergebnis zu haben. Ohne das wäre es jedenfalls sehr schwierig, angesichts der Erhitzung, die wir haben – die man hier in Belem auch spürt – damit nach Hause zu fahren“, so Schneider.

Auf die Frage, ob er im Zweifel keine Einigung einer schlechten Einigung vorziehen würde, sagte Schneider: „Da sind alle Karten auf dem Tisch. Ich bin hergekommen, um Erfolg zu haben. Und Erfolg ist, wenn sich die Weltgemeinschaft zusammentut“. Wenn das aber nicht gelinge und es keinen Fortschritt gibt, sei das eine Option. Er hoffe allerdings, dass es in den letzten Verhandlungsminuten noch Bewegung gebe: „Wir sind in den Verhandlungen noch mittendrin. Das ist sozusagen die 80. Minute – und da passiert manchmal noch viel.“

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Nach der Kritik an den Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu seinem Besuch in Belem sieht Schneider die diplomatischen Wogen zwischen und wieder geglättet. „Ich glaube ja. Ich habe Präsident Lula vom Kanzler gegrüßt. Und Sie sehen sich auch am Wochenende.“ Er selbst und die ganze Delegation seien jedenfalls „echt froh, hier zu sein“, so Schneider weiter.

Auf die Frage, ob die Bundesregierung sich für die Äußerungen von Merz entschuldigen müsse, erklärte Schneider: „Ich habe ja klar gemacht, dass das vom Kanzler nicht beabsichtigt war, Brasilien und die Brasilianerinnen und Brasilianer zu beleidigen. Im Gegenteil, das ist ein fantastisches Land. Wir haben eine ganz tragfähige Freundschaft zwischen unseren Ländern.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Carsten Schneider (Archiv)

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Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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