Krischer sieht Bund bei Sanierung maroder Brücken in der Pflicht

18. Dezember 2025

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Brückenpolitik in Nordrhein-Westfalen im Fokus

() – Kurz vor der Eröffnung der neuen Rahmedetalbrücke nördlich von hat Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) vor weiteren maroden Brücken im Land gewarnt. „Wir sind noch nicht übern Berg“, sagte Krischer dem „Westfälischen Anzeiger“ (Donnerstagausgabe) von „Ippen-Media“.

„Mit der Sperrung der Bonner Nordbrücke für Lkw und Einschränkungen an der schadhaften Wiehltalbrücke an der A4 rücken in kurzer Zeit gleich zwei entscheidende Bauwerke neu in den Fokus“, so der Landesminister.

Tatsächlich ist seit Kurzem klar: Auch diese Brücken müssen wohl saniert werden.

Krischer sieht die Bundesregierung in der Pflicht. „400 Autobahnbrücken wollte der Bund pro Jahr sanieren, ein Großteil davon in NRW. Tatsächlich wird die Autobahn GmbH des Bundes dieses Jahr gerade einmal 170 schaffen“, so der Grünen-Politiker.

„Ich erwarte, dass der Bund seine Zusage einhält und die Mittel des Sondervermögens nicht nach Proporz einsetzt, sondern dort, wo der Bedarf für Sanierung und Ersatzneubauten von Brücken am größten ist.“

In einem Brief hatte sich Politiker an seinen Amtskollegen auf Bundesebene, Patrick Schnieder (CDU), gewandt. Krischer bittet in dem Schreiben darum, „schnellstmöglich die volle Funktionstüchtigkeit“ der betroffenen Brücken wiederherzustellen.

Weiter schlägt der Minister vor, zu prüfen, ob man die Bonner Brücke von langwierigen Planfeststellungsverfahren ausnehmen könne, um sie „ohne Zeitverzögerung umsetzen zu können“.

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Krischer kündigte an, dass bei den Landes- und Bundesstraßen, für die man zuständig sei, wollen man „die 400 Brücken, die es am nötigsten haben, in den nächsten zehn Jahren erneuern“. Mit Geld aus dem Sondervermögen wolle man den Fokus auf die Sanierungen legen, auf modulare Bauweisen und gebündelte Vergaben setzen, um die Bauzeiten zu verkürzen.

Die Rahmedetalbrücke der A45 musste 2023 wegen Baumängeln abgerissen werden, am Montag soll das Nachfolgebauwerk für den Verkehr freigegeben werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Oliver Krischer (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Warnung vor maroden Brücken in Nordrhein-Westfalen
  • Union plant Sanierung von 400 Autobahnbrücken pro Jahr, tatsächlich nur 170 möglich
  • Vorschlag zur Ausnahmeregelung für die Bonner Brücke, um schnelle Umsetzung zu ermöglichen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Verkehrsminister Oliver Krischer, Bundesregierung, Autobahn GmbH
  • Zielgruppen: Autofahrer, Anwohner, Lkw-Fahrer in Nordrhein-Westfalen
  • Zahlen/Fristen: 400 Brücken erneuern in den nächsten 10 Jahren, 170 Brücken in 2023, Notwendigkeit zur schnellen Sanierung der Bonner und Wiehltalbrücke

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Warnung vor weiteren maroden Brücken in Nordrhein-Westfalen
  • Verzögerung bei Brückensanierungen durch Unterfinanzierung seitens der Bundesregierung
  • Notwendigkeit der schnellen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit betroffener Brücken

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Warnung vor maroden Brücken und Notwendigkeit der Sanierung
  • Forderung an die Bundesregierung, zugesagte Mittel für Brückensanierungen bereitzustellen
  • Vorschlag zur Ausnahmen der Bonner Brücke von Planfeststellungsverfahren für schnellere Umsetzung

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