Gewerkschaftschef gegen niedrigere Gastrosteuer

19. Dezember 2025

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Impulse der Mehrwertsteuersenkung in Berlin

() – Der Chef der Gastrogewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), Guido Zeitler, hat seine Ablehnung einer dauerhaft niedrigeren Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants bekräftigt.

Mit der Absenkung der Gastrosteuer würden dem Staatshaushalt fast vier Milliarden Euro pro Jahr entzogen, und zwar „für eine Subvention, von der auch der Gast eines Gourmetrestaurants profitiert“, sagte Zeitler dem „Spiegel“. Das habe wenig mit den Lebenswirklichkeiten der Beschäftigten zu tun, „denen man oft vorwirft, viel zu teuer zu sein oder zu wenig zu leisten.“

Der Staat müsse weiterhin in der Lage bleiben, Mitarbeiter im Gastgewerbe zu unterstützen, durch Wohngeld, durch das Aufstocken niedriger Löhne oder durch einen funktionierenden und günstigen Nahverkehr, sagte Zeitler. „Darauf sind viele in der Branche angewiesen.“

Die Beschäftigten profitierten erfahrungsgemäß nicht davon, wenn der Arbeitgeber weniger Steuern zahle, kritisierte Zeitler. „Nachdem die Regierung 2010 die Mehrwertsteuer für Hotels gesenkt hatte, ging fast nichts an die Mitarbeiter“, so der NGG-Chef. „Viele haben die Steuerersparnis schlicht eingesteckt.“ Der neue Steuersatz auf Speisen in der Gastronomie tritt am 1. Januar 2026 in Kraft. Er sinkt dann von 19 auf 7 Prozent.

Der Arbeitgeberverband Dehoga hatte angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage bereits angekündigt, dass jeder Betrieb selbst entscheiden solle, wie er mit der Steuersenkung umgeht – auch, ob sich die Mehreinnahmen womöglich in niedrigeren Preisen auf der Speisekarte niederschlagen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Burger (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • NGG-Chef Guido Zeitler lehnt dauerhaft niedrigere Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants ab.
  • Absenkung der Gastrosteuer würde dem Staatshaushalt fast vier Milliarden Euro jährlich entziehen.
  • Neuer Steuersatz auf Speisen in Gastronomie senkt sich von 19 auf 7 Prozent ab 1. Januar 2026.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Gastgewerbe, insbesondere Beschäftigte und Gourmetrestaurant-Besucher
  • Auswirkungen: Verlust von fast vier Milliarden Euro pro Jahr für den Staatshaushalt
  • Frist: senken von 19 auf 7 Prozent ab dem 1. Januar 2026

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ablehnung einer dauerhaft niedrigeren Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants wegen finanzieller Auswirkungen auf den Staatshaushalt
  • Befürchtung, dass reduzierte Steuern nicht den Beschäftigten zugutekommen, sondern überwiegend den Gastronomiebetrieben
  • Zitat zur Vergangenheit: Steuerersparnis 2010 für Hotels führte nicht zu Verbesserungen für Mitarbeiter

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Der Staat soll weiterhin Mitarbeiter im Gastgewerbe unterstützen, z.B. durch Wohngeld und Aufstockung niedriger Löhne.
  • Der neue Steuersatz auf Speisen in der Gastronomie sinkt ab 1. Januar 2026 von 19 auf 7 Prozent.
  • Arbeitgeber sollen selbst entscheiden, wie sie mit der Steuersenkung umgehen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH