Grüne lehnen IP-Speicherpläne der Koalition ab

21. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Datenschutz und Überwachung in Berlin

() – Die Grünen halten Pläne der Koalition zur Speicherung von IP-Adressen für rechtswidrig und lehnen sie strikt ab. „Union und SPD planen offenkundig den Wiedereinstieg in die anlasslose Massenüberwachung im Internet“, sagte der rechtspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Helge Limburg, dem „Stern“. „Alle bisherigen Versuche, eine anlasslose flächendeckende Vorratsdatenspeicherung einzuführen, sind zu Recht vom Bundesverfassungsgericht und dem EuGH gekippt worden.“

Auch Limburg fordert bessere Möglichkeiten für die Sicherheitsbehörden, um Sexualstraftäter wirksam verfolgen zu können. Dafür könne es sich die Bundesregierung aber „nicht erlauben, so dilettantisch vorzugehen“, sagte der Grünen-Politiker. „Anstatt erneut mit dem Kopf gegen dieselbe Wand zu rennen, sollten sich Union und SPD endlich auf wirksame Alternativen besinnen. Die staatliche Speicherung sämtlicher Internetverbindungen ist jedenfalls keine angemessene Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“, sagte Limburg.

Internetanbieter sollen künftig IP-Adressen drei Monate speichern müssen. Das geht laut eines Berichts der Bild-Zeitung aus einem Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hervor. Auch weitere Daten, die für eine eindeutige Zuordnung der IP-Adresse zu einem Anschlussinhaber nötig sind, sollen demnach gespeichert werden. Die IP-Adresse ist eine Art Anschrift eines Computers im Internet, mit der dieser identifiziert werden kann.

Siehe auch:  Ministerium: Rechtsextremisten besitzen Tausende legale Waffen
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Netzwerk-Patchpanel (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Grüne halten IP-Adressen-Speicherung für rechtswidrig und lehnen sie ab.
  • Internetanbieter sollen IP-Adressen drei Monate speichern müssen.
  • Weitere Identifikationsdaten sollen ebenfalls gespeichert werden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Internetnutzer, Sicherheitsbehörden, Sexualstraftäter
  • Region: Deutschland
  • Zahlen/Fristen: IP-Adressen sollen drei Monate gespeichert werden

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Pläne zur Speicherung von IP-Adressen werden als rechtswidrig angesehen
  • Bisherige Versuche der Vorratsdatenspeicherung wurden gerichtlich abgelehnt
  • Forderung nach effektiveren Möglichkeiten für Sicherheitsbehörden zur Verfolgen von Sexualstraftätern

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Speicherung von IP-Adressen für drei Monate durch Internetanbieter
  • Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD)
  • Forderung nach besseren Verfolgungsmöglichkeiten für Sexualstraftäter

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