SPD und Grüne unterstützen Initiative für Zuckersteuer

24. Dezember 2025

Regional - Schleswig-Holstein - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik und Prävention in Berlin

() – Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Tanja Machalet (SPD), hat sich der Forderung nach Einführung einer Zuckersteuer angeschlossen. „Ich unterstütze das“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk “ (Mittwochausgaben) mit Blick auf einen entsprechenden Vorstoß des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU).

„Wenn wir bei der Prävention vorankommen wollen, dann brauchen wir Steuern auf Produkte, die nachgewiesenermaßen schädlich sind, also auf Alkohol, Tabak und Zucker“, so Machalet.

„Dabei muss sichergestellt sein, dass die Einnahmen nicht im allgemeinen Haushalt versickern, sondern tatsächlich für Prävention verwendet werden. Wir müssen bei der Prävention irgendwann vor die Welle kommen.“

Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, hält die Einführung einer Zuckersteuer für gesundheitspolitisch überfällig.

„Wir wissen seit Jahren, dass übermäßiger Zuckerkonsum maßgeblich zu Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas beiträgt – und damit Milliardenkosten im Gesundheitssystem verursacht“, sagte er den Zeitungen.

„Trotzdem tragen bislang fast ausschließlich die Versicherten die Folgen, während die Hersteller hochverzuckerter Produkte ihre Gewinne behalten“, so Dahmen. „Erst verdienen Konzerne daran, Kinder und Erwachsene mit billigem Zucker krank zu machen – und anschließend verdient die Pharmaindustrie Milliarden daran, die Folgen mit teuren Medikamenten und Abnehmspritzen zu behandeln. Das ist ein System, das Krankheit belohnt statt Gesundheit schützt.“

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Günther hatte für das erste Quartal des kommenden Jahres eine Bundesratsinitiative angekündigt.

Mitte Oktober hatte sich bereits Schleswig-Holsteins Landtag für eine Herstellerabgabe auf besonders zuckerhaltige Soft- und Energy-Drinks ausgesprochen, auch in der damaligen Ampel-Koalition im Bund gab es Diskussionen darüber.

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Bildhinweis: Weihnachtsmänner (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Tanja Machalet (SPD) unterstützt die Einführung einer Zuckersteuer.
  • Janosch Dahmen (Grüne) hält eine Zuckersteuer für gesundheitspolitisch überfällig.
  • Schleswig-Holsteins Landtag hat sich für eine Herstellerabgabe auf zuckerhaltige Getränke ausgesprochen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Verbraucher, insbesondere Kinder und Erwachsene mit hohem Zuckerkonsum
  • Region: Deutschland, insbesondere Schleswig-Holstein
  • Zeitraum: Bundesratsinitiative angekündigt für das erste Quartal des kommenden Jahres

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unterstützung der Zuckersteuer zur Verbesserung der Prävention von Gesundheitsproblemen
  • Übermäßiger Zuckerkonsum führt zu hohen Kosten im Gesundheitssystem durch Krankheiten wie Diabetes und Adipositas
  • Ungleiche Kostenverteilung: Verbraucher tragen Lasten, während Hersteller von zuckerhaltigen Produkten profitieren

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einführung einer Zuckersteuer wird gefordert
  • Einnahmen sollen für Präventionsmaßnahmen verwendet werden
  • Bundesratsinitiative für das erste Quartal 2024 angekündigt
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH