BKA-Präsident dämpft Erwartungen an Drohnenabwehr
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Sicherheitspolitik und Drohnenerkennung in Deutschland
Berlin () – Das Bundeskriminalamt (BKA) dämpft die Erwartungen an eine flächendeckende Überwachung und Abwehr feindlicher Drohnenflüge über Deutschland.
„Sie können angesichts der Geschwindigkeit und Flugdauer einer Drohne nicht reagieren, indem Sie versuchen, Einsatzkräfte spontan zu verlegen, wenn etwas gesichtet wird“, sagte BKA-Präsident Holger Münch dem „Tagesspiegel“. Anlassbezogen könnten jedoch große Veranstaltungen gezielt geschützt werden, etwa die Feier zum Tag der Deutschen Einheit. „Flächendeckende Überwachung wird es nicht geben, aber ein realistisches Lagebild schon.“
Münch kündigte an, das BKA werde sich künftig einen besseren Überblick zu Drohnenflügen verschaffen. „Wir haben in diesem Jahr eine niedrige vierstellige Zahl an Sichtungen über den Standorten von Kritischer Infrastruktur, militärischen Einrichtungen und Rüstungsunternehmen dokumentiert“, sagte der BKA-Präsident . „Viele dieser erfassten Drohnenüberflüge sind Sichtungen durch Menschen, nicht durch technische Einrichtungen. Das muss sich ändern.“
In den seltensten Fällen seien Drohnenführer identifiziert worden. Münch sprach von einer maximal zweistelligen Zahl. „Wir haben bislang keine Beweise dafür, dass der russische Staat systematisch Drohnen über Deutschland fliegen lässt“, sagte Münch. „Aber es werden Drohnen gesichtet, die deutlich über Hobbyflüge hinausgehen – etwa große nichtkommerzielle Drohnen oder Formationsflüge.“
Die Detektion, also die Erfassung von Drohnen, werde nun ausgebaut, „zuerst an Flughäfen, militärischen Einrichtungen und etwa großen Rüstungsunternehmen und Energieversorgern“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Holger Münch (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- BKA dämpft Erwartungen an flächendeckende Drohnenüberwachung in Deutschland.
- Ansprechendes Lagebild für gezielte Schutzmaßnahmen bei großen Veranstaltungen, wie dem Tag der Deutschen Einheit.
- Geplante Verbesserung der Erfassung von Drohnenflügen und Ausbau der Detektion an Flughäfen, militärischen Einrichtungen und Rüstungsunternehmen.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: Großveranstaltungen, Kritische Infrastruktur, militärische Einrichtungen, Rüstungsunternehmen, Energieversorger
- Stärke: niedrige vierstellige Zahl an Sichtungen in diesem Jahr, maximal zweistellige Zahl an identifizierten Drohnenführern
- Zeitraum: zukünftige Verbesserung der Überwachung, konkrete Ereignisse wie den Tag der Deutschen Einheit تعتبر حدثًا معينًا
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- BKA dämpft Erwartungen an flächendeckende Drohnenüberwachung
- Schwierigkeiten bei spontaner Reaktion auf Droheneinsätze
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- BKA wird einen besseren Überblick über Drohnenflüge verschaffen.
- Detektion von Drohnen wird an Flughäfen, militärischen Einrichtungen und großen Rüstungsunternehmen ausgebaut.
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