Berater: E-Auto-Förderung kostet bis 2030 über 39 Milliarden Euro

3. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Elektromobilitätskosten und Förderungen in Deutschland

() – Von 2025 bis 2030 summieren sich die aktiven Förderungen für Elektromobilität und die Steuerausfälle durch den Abschied vom Verbrenner auf 39,1 Milliarden Euro. Das zeigt eine Berechnung der Beratungsfirma EY für die „Welt am Sonntag“.

„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Energiewende im Verkehrssektor und die damit einhergehende Senkung der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich einen sehr hohen Preis haben. Ohne diese Förderungen würde der Markt zusammenbrechen“, sagte EY-Partner Constantin Gall. Die Experten gehen in ihrer Berechnung davon aus, dass die Zahl der E-Autos und aufladbaren Hybride in bis 2030 auf 9,4 Millionen steigt.

Am meisten profitieren E-Auto-Fahrer davon, dass sie keine Kraftstoffsteuer, sondern die deutlich niedrigere Stromsteuer zahlen. Sie sparen so bis 2030 rund 21,5 Milliarden Euro. Dazu kommt die Befreiung von der Kfz-Steuer, die 3,9 Milliarden Euro Entlastung bewirkt. Zudem genießen Nutzer elektrischer Firmenautos Steuervorteile über das normale Dienstwagenprivileg hinaus. Das macht 10,8 Milliarden Euro aus.

Weitere drei Milliarden Euro sind für die angekündigte neue Kaufprämie für E-Autos eingeplant. „Sollten sich – wie zurzeit diskutiert – die Zielvorgaben für gewerbliche Flotten auf EU-Ebene verschärfen, werden sich die entsprechenden Steuerausfälle noch deutlich ausweiten“, erklärten die EY-Experten.

Bei der neuen Kaufprämie erwartet das federführende Bundesumweltministerium mehr Zielgenauigkeit als beim 2024 abgeschafften Umweltbonus. „Das Förderdesign wird so ausgestaltet werden, dass Mitnahmeeffekte geringer als beim Umweltbonus ausfallen. Dazu tragen die Beschränkung auf private Haushalte, die soziale Staffelung der Förderung und der Ausschluss von Haushalten mit hohen Einkommen bei“, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums der Zeitung.

Siehe auch:  Erster Geflügelpest-Fall in Wolfsburg nachgewiesen

Konkrete Pläne zur Gegenfinanzierung der Steuerausfälle gibt es noch nicht. „Im Rahmen der Entscheidungsprozesse zur Dekarbonisierung ist darüber zu befinden, wie mögliche Mindereinnahmen im Rahmen einer künftigen Finanzplanung zu kompensieren wären“, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums.

So zeigt auch die offizielle Steuerschätzung, auf die das Finanzministerium auf Anfrage verweist, sinkende Energiesteuereinnahmen. „Auch bei der Kraftfahrzeugsteuer wird tendenziell mit einem rückläufigen Aufkommen gerechnet“, bestätigte ein Finanzministeriums-Sprecher.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Autoproduktion (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Aktive Förderungen für Elektromobilität und Steuerausfälle summieren sich von 2025 bis 2030 auf 39,1 Milliarden Euro.
  • E-Auto-Fahrer sparen bis 2030 rund 21,5 Milliarden Euro durch niedrigere Stromsteuer und 3,9 Milliarden Euro durch Befreiung von der Kfz-Steuer.
  • Neue Kaufprämie für E-Autos wird sozial gestaffelt und auf private Haushalte beschränkt, um Mitnahmeeffekte zu reduzieren.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppen: E-Auto-Fahrer, private Haushalte, Nutzer elektrischer Firmenautos
  • Regionen: Deutschland
  • Zahlen/Fristen: 39,1 Milliarden Euro (2025-2030), 9,4 Millionen E-Autos bis 2030, 21,5 Milliarden Euro (Kraftstoffsteuerersparnis), 3,9 Milliarden Euro (Kfz-Steuerbefreiung), 10,8 Milliarden Euro (Steuervorteile Firmenautos)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Hohe Förderungen für Elektromobilität bis 2030 summieren sich auf 39,1 Milliarden Euro.
  • E-Auto-Fahrer profitieren von geringeren Steuern im Vergleich zu Verbrennern; Einsparungen belaufen sich auf insgesamt 35,2 Milliarden Euro.
  • Unklare Pläne zur Gegenfinanzierung der entstehenden Steuerausfälle durch den Umstieg auf Elektromobilität.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Förderung der Elektromobilität bis 2030 mit 39,1 Milliarden Euro.
  • Einführung neuer Kaufprämie für E-Autos mit sozialer Staffelung und Ausschluss von Haushalten mit hohem Einkommen.
  • Keine konkreten Pläne zur Gegenfinanzierung der Steuerausfälle.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,2/5 (5 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH