Reintke fordert Intervention von Merz im EU-Parlament

12. November 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

EU-Politik: Streit um Lieferkettengesetz

Brüssel () – Im EU-Parlament wird seit Tagen zwischen der Sozialdemokratischen Fraktion (S&D) und der konservativen Fraktion (EVP) um eine Abstimmung zur Vereinfachung des EU-Lieferkettengesetzes gerungen. Weil es zu keinem Ergebnis kam, will die EVP nun ihren eigenen Antrag zur Abstimmung stellen, der absehbar eine Mehrheit bekommt – mit den extrem rechten Fraktionen, zu denen etwa die AfD gehört.

„Wenn Friedrich Merz sein Brandmauer-Versprechen ernst meint, muss das auch fürs Europaparlament gelten“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Terry Reintke dem „Spiegel“. Merz müsse seinen Unionskollegen Manfred Weber davon abbringen, „gemeinsam mit der Fraktion von Orbán und Le Pen Gesetze gegen weltweite Kinderarbeit und Umweltschutz zu entkernen“. „Merz muss sicherstellen, dass seine deutschen Unionskollegen im Europaparlament bei diesem Brandmauer-Bruch der EVP nicht mitmachen“, so Reintke.

Nach Informationen des „Spiegel“ hatten bis zuletzt die Verhandler der beiden Fraktionen versucht, eine Einigung zu finden. Der SPD-EU-Abgeordnete René Repasi soll mehrere Vorschläge vorgelegt haben, die auch mit den Grünen und den Liberalen abgestimmt waren, jedoch bei der EVP auf Ablehnung stießen. Dabei soll die EVP immer wieder klargemacht haben, nötigenfalls mit den extrem rechten Fraktionen eine Mehrheit für die eigenen Vorschläge zu bekommen. „Es liegt in der Verantwortung der Union, dass die EVP ihren Erpressungsversuch aufgibt und wieder an den Verhandlungstisch zurückkehrt“, so Reintke.

Siehe auch:  Unionsfraktionsvize Müller erwartet Mehrheit für Rentenpaket
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Terry Reintke (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • EVP plant eigenen Antrag zur Abstimmung über das EU-Lieferkettengesetz
  • Grüne fordern von Friedrich Merz, seine Unionskollegen von Zusammenarbeit mit extrem rechten Fraktionen abzuhalten
  • Verhandlungen zwischen S&D und EVP blieben erfolglos, EVP zeigt Bereitschaft zur Kooperation mit extrem rechten Fraktionen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind die Sozialdemokratische Fraktion (S&D), die konservative Fraktion (EVP) und extrem rechte Fraktionen wie die AfD
  • Region: Europäisches Parlament
  • Zeitrahmen: Aktuelle Verhandlungen, keine spezifischen Zahlen oder Fristen angegeben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Konflikt zwischen Sozialdemokratischen Fraktion (S&D) und konservativer Fraktion (EVP) über das EU-Lieferkettengesetz
  • EVP plant, eigenen Antrag mit Unterstützung extremer rechter Fraktionen zur Abstimmung zu bringen
  • Mangelnde Einigung trotz Vorschlägen von SPD-Vertreter René Repasi, die abgelehnt wurden

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • EVP plant eigenen Antrag zur Abstimmung im EU-Parlament
  • Grüne fordern Friedrich Merz auf, die Union von extrem rechten Kooperationen abzuhalten
  • Verhandlungsversuche zwischen S&D und EVP haben keine Einigung erzielt

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