Ex-Wirtschaftsweiser Bofinger kritisiert Pläne für digitalen Euro
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Digitale Euro-Debatte in Berlin
Berlin () – Der Ökonom und frühere Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisiert die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Einführung eines digitalen Euros.
„Das ist ein Eingreifen der EZB in ein privates Geschäftsmodell, für das es keine ordnungspolitische Rechtfertigung gibt“, sagte Bofinger im Rahmen einer Diskussion mit Jürgen Schaaf, dem Berater der Leitung des Bereichs Marktinfrastruktur und Zahlungsverkehr bei der EZB, in der aktuellen Folge des „Handelsblatt“-Podcasts „Today“. Statt eines digitalen Zentralbankgelds forderte Bofinger die Förderung privatwirtschaftlicher europäischer Lösungen wie den Bezahldienst Wero, der aktuell von Banken aus fünf EU-Staaten betrieben wird und als Paypal-Alternative im E-Commerce startet.
„Dass die Leute nicht mehr mit Bargeld bezahlen wollen, dass die Händler es nicht haben wollen, dass die Banken es nicht haben wollen – das geht nicht auf die Zentralbanken zurück, sondern es passiert“, entgegnete Schaaf. Ziel sei es, die Elemente des Zentralbankgeldes, die es bislang nur analog gab, für den Bürger zukünftig auch in elektronischer Form zur Verfügung zu stellen. Außerdem stärke der digitale Euro die digitale Souveränität Europas und reduziere die Abhängigkeit von US-Zahlungsdienstleistern wie Visa, Mastercard und Paypal.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | EZB (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Peter Bofinger kritisiert die Pläne der EZB zur Einführung eines digitalen Euros als ungerechtfertigtes Eingreifen in private Geschäftsmodelle.
- Bofinger fordert stattdessen die Förderung privatwirtschaftlicher Lösungen wie den Bezahldienst Wero.
- Jürgen Schaaf betont, der digitale Euro soll Zentralbankgeld auch in elektronischer Form zugänglich machen und die digitale Souveränität Europas stärken.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Zielgruppen: Bürger Europas, Händler, Banken
- Region: Europa
- Kritik an digitalem Euro von Peter Bofinger: als Eingriff der EZB in private Geschäftsmodelle, Forderung nach Unterstützung für private Lösungen wie Wero
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Kritik an der EZB-Intervention in private Geschäftsmodelle
- Forderung nach Förderung privatwirtschaftlicher Lösungen statt digitalem Zentralbankgeld
- Digitalisierung des Zahlungsverkehrs zur Stärkung der europäischen Souveränität
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Förderung privatwirtschaftlicher europäischer Lösungen wie den Bezahldienst Wero
- Bereitstellung von Zentralbankgeld in elektronischer Form für Bürger
- Stärkung der digitalen Souveränität Europas und Reduzierung der Abhängigkeit von US-Zahlungsdienstleistern
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