Grüne pochen auf Erhalt von Heizungsgesetz

13. November 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik Berlin: Heizungsgesetz und Wärmepumpen-Diskussion

() – Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Britta Haßelmann, hat die schwarz-rote Koalition davor gewarnt, das Heizungsgesetz abzuwickeln. Bürger, Industrie und Handwerk würden inzwischen auf Wärmepumpen setzen, sagte Haßelmann den Sendern RTL und ntv am Donnerstag. Die Koalition aber hole die vollmundige Ankündigung von CDU und CSU ein, das Heizungsgesetz abzuschaffen. „Ich halte das für ein völlig falsches Signal.“

Haßelmann wandte sich auch gegen eine Verschiebung des Verbrenner-Aus in der EU auf die Zeit nach 2035. Für Automobilhersteller und Zulieferer brauche es verlässliche Rahmenbedingungen. „Und die sind mit dem Verbrenner-Aus 2035 gesetzt.“ Das Neuzulassungsverbot sei nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für die Zukunft der Autoindustrie notwendig.

Die in der Koalition angedachte Senkung der Luftverkehrssteuer lehnte die Grünen-Politikerin ebenso ab. „Aus meiner Sicht ist es weder wirtschaftlich vernünftig noch klimapolitisch“, so Haßelmann.

Der stellvertretende Grünen-Chef Sven Giegold forderte die SPD vor dem Koalitionsausschuss der schwarz-roten Koalition auf, beim Heizungsgesetz nicht in Populismus zu verfallen. „Die SPD darf diesen Populismus gegen die Wärmepumpe nicht mitmachen“, sagte Giegold zu „T-Online“. Der Wärmepumpenmarkt habe sich gerade von Verunsicherungen erholt.

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„Es ist ein schwerer Fehler, hier mit einer Gesetzesänderung wieder Verunsicherung zu stiften“, mahnte Giegold. Handwerk und Klimaschutz würden verlieren und Haushalte durch höhere Energiekosten draufzahlen. „Jede neue Gastherme ist ein teurer Fehler“, sagte Giegold. „Je schneller Heizungen ausgetauscht werden, desto schneller werden wir unabhängig vom Autokraten- und Frackinggas.“ Er forderte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf, endlich aufzuhören, „zu verunsichern und auszubremsen, was wächst“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Neubau mit Wärmepumpe (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Britta Haßelmann warnt vor der Abschaffung des Heizungsgesetzes durch die schwarz-rote Koalition.
  • Sven Giegold fordert die SPD auf, beim Heizungsgesetz nicht populistisch zu agieren.
  • Giegold mahnte, dass jede neue Gastherme ein teurer Fehler sei.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bürger, Industrie und Handwerk (Wärmepumpen) - Rheinland, Deutschland
  • Automobilhersteller und Zulieferer - Europa, bis 2035
  • Haushalte (Energiekosten) - Deutschland, langfristig

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Warnung vor Abschaffung des Heizungsgesetzes durch die schwarz-rote Koalition
  • Hohe Nachfrage nach Wärmepumpen in Bürger-, Industrie- und Handwerkssektor
  • Gesetzesänderungen könnten zu Unsicherheiten und höheren Energiekosten führen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Warnung vor der Abwicklung des Heizungsgesetzes
  • Ablehnung einer Senkung der Luftverkehrssteuer
  • Forderung nach verlässlichen Rahmenbedingungen für den Wärmepumpenmarkt
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