CSU fordert nationale Kartoffel-Reserve statt Erntevernichtung

13. November 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Landwirtschaftliche Überproduktion und Staatseingriff in Deutschland

() – Die Bauern in haben im Jahr 2025 eine Rekordernte an Kartoffeln eingefahren. Das sorgt für Überkapazitäten und einen Preisverfall bei dem wichtigen Lebensmittel – wie die „Bild“ berichtet, vernichten viele Bauern daher ihre Ernte oder beliefern damit Biogasanlagen.

Das sorgt für Empörung in der Union: Innenexperte Stephan Mayer (CSU), der als früherer Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium für die Versorgungssicherheit in Deutschland mitverantwortlich war, fordert jetzt ein Einschreiten des Staates. „Es kann nicht sein, dass wir in Deutschland wichtige Lebensmittel wie Kartoffeln vernichten oder sie gar als Industrierohstoff für Biogasanlagen verfeuern, gleichzeitig aber die Bevölkerung mit eindringlichen Appellen und Medienkampagnen dazu aufrufen, eigene Notvorräte für den Krisen- und Kriegsfall anzulegen“, sagte er der Zeitung. „Hier muss der Staat jetzt einschreiten.“

Mayer fordert als Reaktion „eine nationale Kartoffel-Reserve“. Der Staat sollte die landwirtschaftliche Überproduktion dazu nutzen, eine nationale Kartoffel-Reserve für den Ernstfall anzulegen. „Denn eingemachte Kartoffeln im Glas- oder Dosenformat sind allemal besser als verfeuerte und vernichtete Lebensmittel.“ Hier wäre aus Sicht Mayers sogar eine „staatliche Subvention der industriellen Produktion eine echte Investition in die nationale Versorgungssicherheit und damit eine wichtige und gerechtfertigte Maßnahme“.

Mayer weiter: „Der Staat fordert zu Recht, dass sich die Bürger aufgrund aktueller Gefahren wie Krieg, Blackout oder mögliche Naturkatastrophen einen Lebensmittelvorrat für 14 Tage anlegen sollten. Mit der nationalen Kartoffel-Reserve könnte der Staat die Bürger dabei jetzt aktiv unterstützen und gleichzeitig notleidenden deutschen Kartoffelbauern unter die Arme greifen.“

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2025 wurde in Deutschland eine Rekordernte eingefahren. Mit 13,4 Millionen Tonnen Kartoffeln wurden dabei so viele Erdäpfel wie seit 25 Jahren nicht mehr geerntet. Das waren 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr und rund 17 Prozent mehr als im Schnitt der letzten Jahre. Bundesweit wuchs die Anbaufläche zuletzt auf 301.000 Hektar, das ist ein Plus von 6,7 Prozent. Die Steigerung führte allein in Deutschland im Jahr 2025 zu einer Kartoffel-Überproduktion von 2,4 Millionen Tonnen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kartoffeln (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Rekordernte von 13,4 Millionen Tonnen Kartoffeln in Deutschland 2025
  • Überproduktion von 2,4 Millionen Tonnen und Preisverfall bei Kartoffeln
  • Forderung nach einer nationalen Kartoffel-Reserve von Innenexperte Stephan Mayer (CSU)

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Bauern in Deutschland
  • Starke Überproduktion: 2,4 Millionen Tonnen Kartoffeln im Jahr 2025
  • Region: Deutschland, Anbaufläche 301.000 Hektar, Plus von 6,7 Prozent

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rekordernte von 13,4 Millionen Tonnen Kartoffeln in 2025, höchste Menge seit 25 Jahren.
  • Überproduktion von 2,4 Millionen Tonnen führt zu Preisverfall und Vernichtung von Ernte.
  • Forderung nach staatlicher Intervention zur Schaffung einer nationalen Kartoffel-Reserve für Krisensituationen.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Forderung nach staatlichem Einschreiten zur Verhinderung der Vernichtung von Kartoffeln
  • Vorschlag, eine nationale Kartoffel-Reserve anzulegen
  • Unterstützung notleidender Kartoffelbauern durch staatliche Subventionen der Produktion
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