Dressel drängt auf Senkung von Kosten für Sozialstaat

13. Januar 2026

Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Hamburg: Reformbedarf im Sozialstaat erkennen

() – Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hat seine Partei aufgefordert, die Kosten des Sozialstaats zu senken. „Die Sozialkosten gehen durch die Decke, gleichzeitig wachsen unsere Haushalte kaum“, sagte er im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

„Die Bürger sind bereit für Reformen – hoffentlich fällt jetzt auch bei der SPD in der Groschen.“

Die deutsche Sozialdemokratie müsse sich jetzt „ehrlich machen und bewegen – sonst fahren wir diesen Sozialstaat an die Wand“, sagte er. „Die SPD muss ihren Beitrag dazu leisten, auch wenn es schmerzhaft ist, damit der Sozialstaat handlungsfähig bleibt“, forderte Dressel.

„Das gilt für die Bundestagsfraktion und für die Ministerin.“ Denn „die Kosten gehen durch die Decke, ohne dass der sozialpolitische Nutzen messbar wäre. Der Sozialstaat ist leider schon jetzt selbst ein Sozialfall“, beklagte Dressel.

„Wer glaubt, dass wir durch immer mehr Nachschläge bei der Eingliederungshilfe oder Hilfen zu Erziehung, die wir durch den Abbau von Stellen für Lehrer und Polizei finanzieren, die Sozialdemokratie retten, ist auf dem Holzweg.“

Stattdessen müsse die SPD solche Sozialleistungen realistisch zukunftssicher machen, und das „geht nicht ohne Vereinfachung, Pauschalierung, Abkehr von teuren Einzelfallhilfen und Kostensenkung.“

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In der SPD-Bundestagsfraktion herrsche offenbar die Haltung, dass es mit ihr keinerlei Einschnitte geben dürfe.

„Aber je früher da einige merken, dass es so nicht weitergeht, umso schneller gewinnen wir alle wieder Handlungsfähigkeit“, mahnte Dressel.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Passanten vor Infoständen zu Rente und Bürgergeld (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Hamburgs Finanzsenator Dressel fordert Kostensenkungen im Sozialstaat.
  • Die SPD muss sich reformieren, um die Handlungsfähigkeit des Sozialstaats zu erhalten.
  • Dressel kritisiert die derzeitige Sozialpolitik als nicht nachhaltig und ruft zu Vereinfachungen und Kostensenkungen auf.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft die SPD und ihre Bundestagsfraktion
  • kritisch für den deutschen Sozialstaat, finanzielle Einschnitte nötig
  • dringender Handlungsbedarf, um Sozialleistungen zukunftssicher zu machen

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  • Steigende Sozialkosten ohne messbaren sozialpolitischen Nutzen
  • Notwendigkeit von Reformen zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit des Sozialstaats
  • Widerstand in der SPD gegen Einschnitte und notwendige Veränderungen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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