Tourismusverband pocht auf Absenkung der Luftverkehrssteuer

16. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Luftverkehrssteuer-Debatte in Deutschland

() – Der Deutsche Tourismusverband pocht auf eine Absenkung der Luftverkehrssteuer. „Nachhaltige Mobilität und ein wettbewerbsfähiger Luftverkehr sind gleichermaßen erforderlich“, sagte der Präsident des Verbands, Reinhard Meyer, der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Wir gehen davon aus, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte Absenkung der Luftverkehrssteuer umgesetzt wird. Der Luftverkehr ist für die internationale Erreichbarkeit Deutschlands und vieler Tourismusregionen unverzichtbar.“

Hintergrund ist, dass für die E-Auto-Förderung nach Plänen von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) insgesamt drei Milliarden Euro zur Verfügung stehen sollen. Auf der anderen Seite ringen das Verkehrs- und das Finanzministerium bei der versprochenen Senkung der Luftverkehrssteuer derzeit um die Kompensation der erwarteten Mindereinnahmen von 350 Millionen Euro. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sieht dafür in seinem Etat keine Spielräume.

Der Verkehrssektor überschreitet regelmäßig die im Bundes-Klimaschutzgesetz vorgesehen CO2-Höchstmengen. Nach ersten Berechnungen von Agora Energiewende ist der CO2-Ausstoß im Verkehrssektor 2025 sogar gestiegen. Der Internationale Gerichtshof hatte im Juli klargestellt, dass Staaten völkerrechtlich verpflichtet sind, ihre Emissionen im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel zu begrenzen, und dass eine Verletzung dieser Verpflichtungen zu Schadensersatzzahlungen führen kann.

Siehe auch:  Aufkommen an Haushaltsabfällen steigt erstmals seit 2021 wieder an
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Lufthansa-Flugzeuge (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Deutscher Tourismusverband fordert Absenkung der Luftverkehrssteuer.
  • Verkehrs- und Finanzministerium streiten über Kompensation für Mindereinnahmen von 350 Millionen Euro.
  • Co2-Ausstoß im Verkehrssektor könnte 2025 steigen, trotz Klimaschutzgesetz.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betroffen: Deutsche Tourismusbranche, Luftverkehr, Politik
  • regionale Auswirkung: Deutschland
  • Zeitrahmen: Umsetzung im Koalitionsvertrag, 2025 (CO2-Ausstoß)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Absenkung der Luftverkehrssteuer zur Förderung nachhaltiger Mobilität und Wettbewerbsfähigkeit
  • Diskussion über Kompensation der Mindereinnahmen von 350 Millionen Euro
  • Verkehrssektor überschreitet CO2-Höchstmengen, steigender CO2-Ausstoß bis 2025 und völkerrechtliche Verpflichtungen zur Emissionsbegrenzung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Der Deutsche Tourismusverband fordert eine Absenkung der Luftverkehrssteuer.
  • Verkehrs- und Finanzministerium ringen um eine Kompensation der Mindereinnahmen von 350 Millionen Euro.
  • Verkehrsminister Patrick Schnieder sieht keine Spielräume im Etat für die Umsetzung.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH