Grüne in Sachsen-Anhalt kritisieren Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht als wirkungslos

19. Januar 2026

Regional - Sachsen-Anhalt - aktuelle Fakten und Einordnung

Umweltpolitik in Sachsen-Anhalt: Wolfsmanagement-Kritik

() – Die Landtagsfraktion der Grünen in -Anhalt hat die geplante Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz scharf kritisiert. Der umweltpolitische Sprecher Wolfgang Aldag teilte am Montag mit, der Gesetzentwurf löse keine praktischen Probleme für Weidetierhalter, sondern sei reine Symbolpolitik.

Stattdessen würden nur Zuständigkeiten verschoben.

Aldag verwies auf Erfahrungen im Land, wonach konsequenter Herdenschutz und ein fachliches Wolfsmanagement wirken. Die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere gehe zurück und das Wachstum der Wolfspopulation sei moderat.

Die im Entwurf vorgesehene Jagdzeit von Juli bis Oktober sei zudem problematisch, da in dieser Phase Jungtiere besonders gefährdet wären.

Besonders kritisch sehen die Grünen Forderungen nach einer willkürlichen Obergrenze von einem Wolf pro 1.000 Quadratkilometern. Ein solches Modell würde in faktisch auf eine Ausrottung der Art hinauslaufen.

Pauschale Bejagung könne das Problem sogar verschärfen, da intakte Rudelstrukturen zerfallen und das Risiko von Übergriffen steigen könne, so Aldag.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wolfgang Aldag (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kritik der Grünen an der geplanten Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz als Symbolpolitik
  • Bisherige Erfolge durch konsequenten Herdenschutz und fachliches Wolfsmanagement
  • Problematische Jagdzeit von Juli bis Oktober gefährdet Jungtiere

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Weidetierhalter in Sachsen-Anhalt betroffen
  • Geplante Jagdzeit von Juli bis Oktober als problematisch für Jungtiere
  • Obergrenze von einem Wolf pro 1.000 Quadratkilometern könnte zur Ausrottung führen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritisiert die geplante Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz als Symbolpolitik
  • Erreichte Erfolge durch konsequenten Herdenschutz und Fachmanagement in Sachsen-Anhalt
  • Bedenken hinsichtlich der Gefährdung von Jungtieren durch die vorgeschlagene Jagdzeit

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kritische Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz
  • Forderung nach konsequentem Herdenschutz und fachlichem Wolfsmanagement
  • Ablehnung der Jagdzeit von Juli bis Oktober und willkürlicher Obergrenze
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH