Bahn-Chefin erwartet viele unpünktliche Züge und mehr Baustellen

15. November 2025

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Verkehrsinfrastruktur und Pünktlichkeit in Berlin

() – Deutschlands Bahnfahrern steht ein weiteres Jahr voller Verspätungen bevor. „Es wird erst mal nicht besser, so ehrlich müssen wir sein“, sagt die neue Chefin der Deutschen Bahn (DB) Evelyn Palla der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).

In diesem Jahr werde man bei der Pünktlichkeit im Fernverkehr „voraussichtlich eine Fünf vorne haben“, so Palla weiter. Auf eine Prognose für 2026 will sie sich nicht festlegen. „2026 geht es vor allem darum, die Pünktlichkeit zu stabilisieren und den Abwärtstrend zu stoppen.“

Grund dafür ist laut Palla, „dass die Bahnanlagen noch schneller altern als bisher angenommen“. Diesen Effekt sehe man seit dem Sommer, betroffen seien sowohl Stellwerke als auch Schienen, Weichen und Oberleitungen. „Das hatten wir in unseren Prognosen in dieser Dramatik bislang nicht abgebildet“, sagte Palla.

Noch Mitte April 2025 hatte Infrago-Chef Philipp Nagl groß verkündet, die „Trendwende“ bei der Sanierung der Infrastruktur sei erreicht. „Wir haben die Verschlechterung des Zustandes unserer Infrastruktur gestoppt“, sagte er. Dem ist nun offenbar doch nicht so.

Aufgrund des schlechten Zustands der Infrastruktur komme es zu deutlich mehr Langsamfahrstellen und deutlich mehr ungeplanten Baustellen, so Palla. „2025 werden wir insgesamt 26.000 Baustellen haben, das sind 5.000 mehr als im letzten Jahr“, sagte sie. Für das kommende Jahr rechnet die DB sogar mit mehr als 28.000 Baustellen.

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„Der Infrastrukturzustand bedingt die Zuverlässigkeit, die Zuverlässigkeit bedingt die wirtschaftlichen Ergebnisse“, sagt Palla. „Es muss einen Weg nach oben geben, das ist gar keine Frage. Aber wir müssen uns endlich ehrlich machen.“

Im Dezember will die neue Bahnchefin dem Aufsichtsrat das Konzept vorlegen, wie sie die Bahn umbauen will. Klar ist für sie: „Wir können uns diese Strukturen nicht leisten.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Deutsche Bahn (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Pünktlichkeit im Fernverkehr 2023 voraussichtlich unter 50%.
  • 2025 werden insgesamt 26.000 Baustellen erwartet, 5.000 mehr als im Vorjahr.
  • Für 2024 plant die Deutsche Bahn sogar mit über 28.000 Baustellen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bahnfahrer in Deutschland betroffen
  • Voraussichtlich 26.000 Baustellen 2025, mehr als 28.000 für 2026 prognostiziert
  • Pünktlichkeit im Fernverkehr 2023 voraussichtlich unter 60%

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Bahnanlagen altern schneller als erwartet, was die Pünktlichkeit beeinträchtigt.
  • Zunahme von Langsamfahrstellen und ungeplanten Baustellen aufgrund des schlechten Infrastrukturzustands.
  • Prognose von über 28.000 Baustellen für das kommende Jahr, 5.000 mehr als im Vorjahr.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Diskussion über die unzureichende Pünktlichkeit im Fernverkehr
  • Erhöhung der geplanten Baustellen auf über 28.000 im kommenden Jahr
  • Konzept zur Umstrukturierung der Bahn wird im Dezember dem Aufsichtsrat vorgestellt

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