BSW in Sachsen fordert Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag

23. Januar 2026

Regional - Sachsen - aktuelle Fakten und Einordnung

Friedenspolitik in Sachsen: Atomwaffen und Abrüstung

() – Die BSW-Landtagsfraktion in hat die Bundesregierung aufgefordert, dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten und die in stationierten US-Atomwaffen abziehen zu lassen. Das teilte der friedenspolitische Sprecher der Fraktion, Nico Rudolph, am Donnerstag mit.

Anlass ist der fünfte Jahrestag des Inkrafttretens des völkerrechtlichen Abkommens, das Entwicklung, Besitz und Einsatz von Atomwaffen verbietet.

Rudolph kritisierte, dass Deutschland weiter auf nukleare Abschreckung im Rahmen der NATO setze und den Zugriff auf US-Atomwaffen als Teil der eigenen Sicherheitspolitik befürworte. Die Präsenz dieser Waffen in Deutschland sei ein Relikt des Kalten Krieges und stehe im Widerspruch zu Abrüstungsbemühungen.

„Dass US-Atombomben Deutschland nicht sicherer machen, sollte nach und Grönland jedem klar sein“, sagte er.

Die BSW-Fraktion hat die sächsische Staatsregierung mehrfach aufgefordert, auf Bundesebene aktiv zu werden, etwa durch Initiativen im Bundesrat. Bisher sei die Staatsregierung jedoch untätig geblieben, kritisierte Rudolph.

Er forderte zudem, die für dieses Jahr geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu verhindern.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: BSW-Logo (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • BSW-Landtagsfraktion in Sachsen
  • Bundesebene, gezielte Aktionen im Bundesrat, Forderungen an die Bundesregierung
    1. Jahrestag des Inkrafttretens des UN-Atomwaffenverbotsvertrags, laufende Diskussion um die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Deutschland soll dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitreten.
  • US-Atomwaffen in Deutschland werden als Relikt des Kalten Krieges angesehen.
  • Kritik an der nuklearen Abschreckungspolitik innerhalb der NATO.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundesregierung auffordern, dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten
  • Abziehen der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen fordern
  • Initiativen im Bundesrat anstoßen

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