Berliner Gericht verurteilt Immobilienfirma wegen Mietwucher

27. Januar 2026

Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Mietpreisüberhöhung in Berlin bestraft

() – Das Amtsgericht Tiergarten hat erstmals eine Berliner Immobilienfirma wegen Mietpreisüberhöhung verurteilt. Das teilte die wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sevim Aydin, am Dienstag mit.

In dem Verfahren ging es um eine Einzimmerwohnung in der Kreuzberger Oranienstraße, die zu einer Nettokaltmiete von 400 Euro vermietet worden war, obwohl die ortsübliche Vergleichsmiete bei lediglich rund 200 Euro lag. Das Gericht verhängte am vergangenen Freitag ein Bußgeld in Höhe von 1.300 Euro.

Sevim Aydin bewertete das Urteil als wichtigen Durchbruch im Kampf gegen Mietwucher. ‚Dieses Urteil zeigt deutlich: Dreiste Mietpreisüberhöhungen sind mit geltendem Recht nicht vereinbar und haben strafrechtliche Konsequenzen‘, sagte sie.

Zugleich sieht sie die Entscheidung als Bestätigung des wohnungspolitischen Kurses ihrer Partei.

Die SPD-Fraktion hatte im Doppelhaushalt 2026/2027 jährlich zwei Millionen Euro für den Ausbau der Mietpreisprüfstelle bereitgestellt. Perspektivisch soll ein Mietenkataster eingeführt werden, um Überhöhungen systematisch aufzudecken.

Bereits im Oktober 2025 hatte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg einen ersten Bußgeldbescheid in einem ähnlichen Fall erwirkt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Amtsgericht Tiergarten mit Amtsanwaltschaft (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Mietpreisüberhöhungen in Berlin, speziell in Kreuzberg
  • Betroffene sind Immobilienfirmen und Mieter
  • Bußgeld von 1.300 Euro, jährliche 2 Millionen Euro für Mietpreisprüfstelle ab 2026/2027, Mietenkataster in Perspektive

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Erstes Urteil gegen Berliner Immobilienfirma wegen Mietpreisüberhöhung
  • Nettokaltmiete von 400 Euro statt ortsüblicher 200 Euro
  • Bußgeld in Höhe von 1.300 Euro verhängt

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Verurteilung einer Immobilienfirma wegen Mietpreisüberhöhung
  • Einführung eines Mietenkatasters zur systematischen Aufdeckung von Überhöhungen
  • Bereitstellung von zwei Millionen Euro jährlich für den Ausbau der Mietpreisprüfstelle

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,5/5 (28 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH