FDP kritisiert ÖPNV-Bilanz von Verkehrsminister Hermann in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Verkehrspolitik in Stuttgart im Fokus
Stuttgart () – Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Hans Dieter Scheerer, hat in der Landtagsdebatte über ein neues Nahverkehrsgesetz die Bilanz von Verkehrsminister Winfried Hermann scharf kritisiert. Scheerer teilte mit, für den öffentlichen Nahverkehr sei in den vergangenen 15 Jahren unter dem grünen Minister fast nichts erreicht worden.
Er warf der Landesregierung vor, ein bürokratisches ‚Brombeergestrüpp‘ wachsen zu lassen, anstatt es zu beseitigen.
Konkret bemängelte Scheerer die anhaltende Unpünktlichkeit der S-Bahn in der Region Stuttgart, die trotz günstiger Tickets keine Überzeugungskraft für den Umstieg vom Auto biete. Als Beispiel für Fehlinvestitionen nannte er die ‚Hermann Hesse Bahn‘, deren Kosten von ursprünglich unter 50 Millionen Euro auf mittlerweile 240 Millionen Euro gestiegen seien.
Das entspreche pro Kilometer Streckenlänge über 11,1 Millionen Euro, was den Bürgern nicht vermittelbar sei.
Statt sich in einem Landesmobilitätsgesetz auf große Ziele zu konzentrieren, hätte die Landesregierung lieber die Sauberkeit, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des Bestandsnetzes verbessern sollen, so der FDP-Politiker. Zudem kritisierte er die nach wie vor bestehenden 19 Verkehrsverbünde im Land, die ‚jeder ihr eigenes Süppchen kochen‘.
Minister Hermann habe genau das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte: Die Menschen vom Auto weg- und in den ÖPNV zu bringen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Winfried Hermann (Archiv) |
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