Geheimdienstkontrolleur warnt vor Bundeswehr-Gefährdung durch Iran

1. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Sicherheitspolitik: Iran und die EU-Armeen

() – Nach der Ankündigung Teherans, die Armeen der Europäischen Union künftig als Terrororganisation zu betrachten, warnt Konstantin von Notz (Grüne) als stellvertretender Vorsitzender des parlamentarischen Kontrollgremiums davor, die geheimdienstlichen Auslandsaktivitäten des Mullah-Regimes zu unterschätzen. „Gerade in Zeiten, in denen Bundeswehr-Liegenschaften bereits im Fokus nachrichtendienstlicher Aktivitäten Russlands stehen, muss man die unverhohlenen Drohungen aus dem bezüglich der Gefährdung von Einrichtungen und Menschen ernst nehmen“, sagte er dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe).

Das Verteidigungsministerium erklärte, eine mögliche Gefährdung der Truppe durch den in ohnehin sehr aktiven iranischen Geheimdienst nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir beobachten die Lage“, sagte eine Sprecherin der Zeitung mit Blick auf die Ankündigung aus Teheran, „und stehen diesbezüglich mit dem operativen Führungskommando in einem noch intensiveren Austausch als ohnehin“. Es hält den direkten Kontakt zu den einzelnen Bundeswehrstandorten.

Aus Sicht der Regierungskoalition sind die Sicherheitsbehörden bereits sensibilisiert. Der Schutz der Soldaten sowie deutscher Liegenschaften habe „höchste Priorität“, sagte Adis Ahmetovic, der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem „Tagesspiegel“. „Die Lage wird eng abgestimmt mit unseren Partnern bewertet.“

Der CDU-Politiker Jürgen Hardt, sein Amtskollege aus der Unionsfraktion, sieht das ähnlich: „Unabhängig von dieser Einstufung haben die Sicherheitsbehörden in Europa eine hohe Aufmerksamkeit gegenüber iranischem Terrorismus.“ Politisch nannte er die Ankündigung Teherans „erwartbar“ und zugleich „irrelevant“. Ahmetovic hob ebenfalls hervor, dass sie anders als die vorangegangene EU-Listung der iranischen Revolutionsgarden „ohne rechtliche Grundlage“ sei und „nichts an der Legitimität der Auslandseinsätze“ der Bundeswehr ändere.

Siehe auch:  Brandenburg-SPD beschließt Koalitionsverhandlungen mit der CDU
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Kaserne (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Teheran betrachtet die Armeen der EU künftig als Terrororganisation.
  • Bundeswehr und Sicherheitsbehörden erhöhen Beobachtung und Schutzmaßnahmen.
  • Ankündigungen aus dem Iran werden als ernstzunehmende Bedrohung eingestuft.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind die Soldaten der Bundeswehr und deutsche Liegenschaften
  • Fokus auf Geheimdienstaktivitäten des iranischen Regimes und mögliche Gefährdungen
  • Hohe Priorität des Schutzes; Lage wird intensiv beobachtet und abgestimmt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ankündigung Teherans, EU-Armeen als Terrororganisation zu betrachten
  • Bedenken über Geheimdienstaktivitäten des Iran, insbesondere in Deutschland
  • Notwendigkeit, die Sicherheit von Bundeswehr-Standorten und Soldaten zu gewährleisten

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundeswehr beobachtet mögliche Gefährdung durch iranischen Geheimdienst.
  • Intensiver Austausch des Verteidigungsministeriums mit operativem Führungskommando.
  • Sicherheitsbehörden sind sensibilisiert und gewährleisten hohen Schutz für Soldaten und Liegenschaften.

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