Fußgänger-Fachverband hält Blitzer-Apps für "pervers"
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Debatte um Blitzer-Warn-Apps in Deutschland
Berlin () – In der Debatte um ein Verbot von Blitzer-Warn-Apps schalten sich jetzt auch die Fußgänger ein.
Solche Apps würden „von Leuten benutzt, die sich bei gefährlicher und verbotener Raserei nicht erwischen lassen wollen“, sagte Roland Stimpel, Vorstandsmitglied des Fachverbands Fußverkehr, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. Besonders für Fußgänger stellten die Warner eine Gefahr dar: „Sie sind so pervers, als gäbe es Warn-Apps für Ladendiebe vor Kaufhausdetektiven oder für Einbrecher, wenn sich die Polizei nähert.“
Hintergrund ist ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Straßenverkehrsgesetzes insgesamt. Der Bundesrat sprach sich in einer Stellungnahme unter anderem für ein gänzliches Verbot der Warn-Apps aus. Union und SPD lehnen das aber mit der Begründung ab, dass die Nutzung dieser Dienste während der Fahrt bereits nach geltendem Recht untersagt sei.
Stimpel verwies auf die vielen Toten und Verletzten. „200 Menschen starben 2024 auf Deutschlands Straßen, weil Fahrer nachweislich Tempolimits missachteten. 3.486 Personen wurden dadurch verletzt“, sagte er dem RND.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Mobiler Blitzer (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Fußgänger fordern ein Verbot von Blitzer-Warn-Apps.
- Bundesrat spricht sich für ein gänzliches Verbot aus; Union und SPD lehnen es ab.
- 200 Menschen starben 2024 durch Missachtung von Tempolimits.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Fußgänger, gefährdet durch Blitz-Warn-Apps
- Deutschland, 200 Tote und 3.486 Verletzte im Jahr 2024 durch Tempoüberschreitungen
- Regierung plant Reform des Straßenverkehrsgesetzes, Bundesrat will Verbot von Warn-Apps
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Verwendung der Apps durch Raser, um Strafen zu entkommen
- Gefahr für Fußgänger durch erhöhtes Raserdelikt
- Hohe Zahl von Verkehrstoten und Verletzten aufgrund der Missachtung von Tempolimits
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Prüfung eines Verbots von Blitzer-Warn-Apps
- Bundesrat spricht sich für ein gänzliches Verbot aus
- Nutzung dieser Dienste während der Fahrt bleibt bereits nach geltendem Recht untersagt
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