Studie: Vermögensteuer könnte 150 Milliarden Euro mehr einbringen

6. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Auswirkungen einer Vermögensteuer in Deutschland

() – Die Linke hat einen Vorschlag für eine progressive Vermögensteuer präsentiert, die das Steueraufkommen erheblich steigern könnte.

Laut einer am Freitag veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnte bei einem Steuersatz von 1 bis 5 Prozent, der ab einem Vermögen von 50 Millionen Euro greift, ein jährliches Steueraufkommen von bis zu 147 Milliarden Euro erzielt werden. Der persönliche Freibetrag soll bei 1 Million Euro liegen, während Unternehmensvermögen bis zu 5 Millionen Euro steuerfrei bleiben sollen.

Die Studie zeigt, dass die Belastung fast ausschließlich das oberste Prozent der Vermögensverteilung treffen würde. Die reichsten 0,1 Prozent, die bei einem Vermögen von 13,8 Millionen Euro beginnen, würden 91 Prozent des Steueraufkommens tragen. Die reichsten 0,01 Prozent, die bei einem Vermögen von 76 Millionen Euro beginnen, würden 72 Prozent des Steueraufkommens schultern. Laut den Forschern könnte die Vermögensungleichheit dadurch spürbar sinken.

Allerdings könnten Anpassungsreaktionen wie Steuergestaltungen und Investitionszurückhaltung das potenzielle Steueraufkommen deutlich reduzieren. Bei hoher Elastizität der Besteuerungsgrundlagen könnte das zusätzliche Steueraufkommen um bis zu 60 Prozent sinken. Die Studie empfiehlt daher, die Vermögensteuer schrittweise und international koordiniert einzuführen, um negative Auswirkungen auf Investitionen und Standortattraktivität zu minimieren.

Siehe auch:  SPD gegen CDU-Forderung nach Leistungsabbau im Gesundheitswesen
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Vorstellung Studie zu Vermögensteuer am 06.02.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Vorschlag für progressive Vermögensteuer von 1 bis 5 Prozent ab 50 Millionen Euro Vermögen
  • Jährliches Steueraufkommen könnte bis zu 147 Milliarden Euro betragen
  • Persönlicher Freibetrag von 1 Million Euro und Unternehmensvermögen bis 5 Millionen Euro steuerfrei

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind die reichsten 1%, insbesondere die 0,1% und 0,01% der Vermögensverteilung
  • Steuersatz von 1 bis 5%, Freibetrag von 1 Million Euro, Unternehmensvermögen bis 5 Millionen Euro steuerfrei
  • Potenzielles Steueraufkommen von bis zu 147 Milliarden Euro jährlich, sinkend um bis zu 60% bei Anpassungsreaktionen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Vorschlag für progressive Vermögensteuer zur Erhöhung des Steueraufkommens
  • Studienergebnisse zeigen signifikante Steuerlast für oberstes Prozent der Vermögensverteilung
  • Mögliche Anpassungsreaktionen wie Steuergestaltungen könnten Steueraufkommen reduzieren

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einführung einer progressiven Vermögensteuer mit Steuersätzen von 1 bis 5 Prozent ab 50 Millionen Euro.
  • Persönlicher Freibetrag von 1 Million Euro, Unternehmensvermögen bis 5 Millionen Euro bleibt steuerfrei.
  • Empfehlungen zur schrittweisen und international koordinierten Einführung der Vermögensteuer.

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