Klüssendorf kritisiert Altersanspruch von Abgeordneten als zu hoch
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Rentenreform in Deutschland: SPD-Forderungen
Berlin () – SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fordert eine Ausweitung der Rentenversicherungspflicht auf Beamte, Selbstständige und Politiker. „Dass ich als Politiker innerhalb von wenigen Jahren wirklich einen guten Altersanspruch erwerbe mit Zeit im Bundestag, das ist für mich total ungerecht“, sagte Klüssendorf der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv am Montag.
Er würde „sofort sagen“, dass Politiker mit in die Rentenversicherung einzahlen sollen. „Das ist dann in der Gesamtabwägung noch nicht der große Kostenblock, aber zumindest, glaube ich, ein großer symbolischer Wert, dass wir sagen, wir fangen bei uns an“, erklärte der SPD-Generalsekretär. In einem Solidarsystem sei wichtig, „dass auch alle darin einzahlen und es nicht unterschiedliche Gruppen mit einzelnen Versorgungswerken gibt“.
Die Altersvorsorge für Beamte sei höher und werde anders finanziert, dafür gebe es Rückstellungen. „Aber da schrittweise bei neu zu verbeamtenden Menschen eine Umstellung zu machen, ist glaube ich ein großer Beitrag zur Gerechtigkeit, weil am Ende dann alle ins gleiche System kommen und am Ende auch mehr Stabilität da ist.“
Bei der Rente sieht Klüssendorf Einigungspotential mit der Union. „Wir haben eine Rentenkommission aufgestellt und – so wie ich höre – tagt die auch gut und ist fleißig und versucht auch diese Vorschläge zu erarbeiten, die dann am Ende beide Seiten natürlich ans Ziel führen – auch beide Koalitionspartner.“
Auch in der Union werde darüber diskutiert, wie man Beamten begegne. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann habe etwa gefordert, nur noch „den absoluten Kern“ zu verbeamten. Man beschäftige sich also mit den gleichen Themen, so Klüssendorf. „Es ist auch für mich kein Streit oder so, sondern wir tauschen jetzt unsere Positionen aus. Und ich glaube, bei einigen Dingen sind wir nicht so weit auseinander.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tim Klüssendorf (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Forderung nach Ausweitung der Rentenversicherungspflicht auf Beamte, Selbstständige und Politiker
- Vorschlag, dass neu zu verbeamtende Personen in das Rentensystem integriert werden sollen
- Einigungspotential mit der Union über Rentenkommission erkannt
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Beamte, Selbstständige, Politiker
- Rentenversicherungspflicht, Altersvorsorge
- Vorschläge zur Umstellung bei neu zu verbeamtenden Menschen, Diskussionen mit der Union
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Forderung nach Rentenversicherungspflicht für Beamte, Selbstständige und Politiker zur Schaffung von Gerechtigkeit
- Ungerechtigkeit im Altersanspruch von Politikern im Vergleich zu anderen Berufsgruppen
- Ziel der Stabilität und Einheitlichkeit im Rentensystem durch Einbeziehung aller in die Finanzierung
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Ausweitung der Rentenversicherungspflicht auf Beamte, Selbstständige und Politiker fordern
- Schrittweise Umstellung bei neu zu verbeamtenden Personen zur Angleichung der Altersvorsorge
- Rentenkommission soll Vorschläge erarbeiten, die beide Koalitionspartner einbeziehen
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
- Tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnis entlassen - 20. März 2026
- Lehrerverband sieht Verbot von Messengerdiensten kritisch - 20. März 2026
- Merz will KI-Verordnung komplett auf den Prüfstand stellen - 20. März 2026

