DIW: Produktivität sollte Kennzahl im Tarifstreit sein

13. Februar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Bewertung von Lohnsteigerungen in Berlin

() – Inmitten der laufenden Tarifauseinandersetzungen unter anderem bei der Bahn und im öffentlichen Dienst schlägt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung einen anderen Bewertungsmaßstab für Lohnsteigerungen vor.

Ihm fehle in der Debatte über höhere Löhne immer „die Betrachtung der Produktivität“, sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher dem „Redaktionsnetzwerk „. „Wenn die Menschen sagen können, ich produziere auch wirklich vier Prozent mehr in meiner Arbeitszeit pro Jahr, dann finde ich es völlig legitim, dass auch die Löhne um vier Prozent steigen“, so der Ökonom.

Nach Fratzschers Eindruck ist das Drohpotenzial der Arbeitnehmer hoch. Es gebe zwar drei Millionen Arbeitslose, aber eben auch 1,6 Millionen offene Jobs. So gesehen hätten die Arbeitnehmer eine starke Position. „Zumindest die, die durch Tarifverträge und Gewerkschaften abgesichert sind, was ungefähr die Hälfte der Beschäftigten betrifft“, sagte er dem RND.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • DIW schlägt neuen Bewertungsmaßstab für Lohnsteigerungen vor, der Produktivität einbezieht
  • Marcel Fratzscher sieht hohe Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer aufgrund zahlreicher offener Jobs
  • Rund 50% der Beschäftigten sind durch Tarifverträge und Gewerkschaften abgesichert

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Arbeitnehmer, die durch Tarifverträge und Gewerkschaften abgesichert sind (ungefähr die Hälfte der Beschäftigten)
  • Region: Deutschland
  • relevante Zahlen: 3 Millionen Arbeitslose, 1,6 Millionen offene Jobs

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Vorschlag des DIW für neue Bewertungsmaßstäbe bei Lohnsteigerungen
  • Fehlen der Produktivitätsbetrachtung in der Lohn-Debatte
  • Hohe Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer aufgrund offener Stellen trotz Arbeitslosigkeit

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Vorschlag für einen anderen Bewertungsmaßstab für Lohnsteigerungen
  • Berücksichtigung der Produktivität in der Debatte um höhere Löhne
  • Stärkung der Position von Arbeitnehmern durch Tarifverträge und Gewerkschaften

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