Rosatom beendet Liefervertrag mit Siemens Energy für AKW Paks II

17. Februar 2026
Rosatom beendet Liefervertrag mit Siemens Energy für AKW Paks II

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Siemens Energy zieht sich aus Paks II zurück

() – Der deutsche Energiekonzern Siemens Energy ist nicht mehr als Technik-Lieferant am Bau des ungarischen Atomkraftwerks Paks II beteiligt. Der russische Atomkonzern und Generalunternehmer des Projekts, Rosatom, hat den Vertrag beendet, wie beide Unternehmen dem Nachrichtenmagazin Politico bestätigten.

Laut Rosatom wurde der Vertrag mit dem Unternehmen Ende 2025 gekündigt, da Siemens Energy seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht habe nachkommen können, heißt vom russischen Staatskonzern. Man arbeite als zuverlässiger Anbieter ausschließlich mit zuverlässigen Partnern zusammen, heißt es weiter. Welche konkreten Verpflichtungen gemeint sind, ließ Rosatom unbeantwortet.

Ursprünglich sollte Siemens Energy die Steuerungselektronik für zwei neue Reaktorblöcke für Paks II liefern, also den nicht-nuklearen Teil des Projekts. Die entsprechenden Verträge waren 2019 und 2020 gemeinsam mit dem französischen Atomkonzern Framatome geschlossen worden.

Ein Sprecher von Siemens Energy stellte diesbezüglich klar: „Die Kündigung des Vertrags über die Lieferung des Leittechniksystems für das Projekt Paks II ging vom Kunden aus, zum Zeitpunkt der Kündigung lagen keine sanktionsrechtlichen Hindernisse vor.“ Weiter heißt es in der Antwort des Sprechers: „Siemens Energy erfüllt seine vertraglichen Pflichten im Einklang mit den nationalen und internationalen gesetzlichen Vorgaben. Zu dem Zeitpunkt, zu dem die Leistung möglich gewesen wäre, hatte der Kunde sein Interesse zurückgezogen.“

Inzwischen ist Rosatom jedoch schon auf der Suche nach einem neuen Lieferanten. In seiner Antwort erklärt das Unternehmen, dass sich die potenzielle Beteiligung von Siemens Energy lediglich auf bestimmte Elemente des Steuer- und Regelsystems beschränkt habe. Gemessen am gesamten Ausrüstungsumfang des Projekts mache dies weniger als vier Prozent aus und sei nicht kritisch.

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„Diese Ausrüstung kann durch russische oder europäische Alternativen ersetzt werden, und Rosatom prüft bereits eine Reihe von Ersatzoptionen“, heißt es von dem russischen Energiekonzern. Welche Unternehmen dafür infrage kommen, ließ Rosatom offen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Atomkraftwerk (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Siemens Energy ist nicht mehr am Bau des ungarischen Atomkraftwerks Paks II beteiligt.
  • Der Vertrag wurde von Rosatom Ende 2025 wegen Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen gekündigt.
  • Die betroffene Lieferung umfasste weniger als vier Prozent des gesamten Ausrüstungsumfangs des Projekts.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Siemens Energy betroffen als Technik-Lieferant für ungarisches Atomkraftwerk Paks II
  • Vertrag mit Rosatom wurde Ende 2025 beendet
  • Siemens lieferte weniger als 4 Prozent des gesamten Ausrüstungsumfangs; kein kritischer Bestandteil

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Siemens Energy wurde aufgrund unzureichender Vertragserfüllung aus dem Projekt Paks II ausgeschlossen.
  • Rosatom priorisiert die Zusammenarbeit mit zuverlässigen Partnern und hat den Vertrag aus diesem Grund beendet.
  • Der Anteil von Siemens Energy an dem Gesamtprojekt war gering, was eine Ersatzbeschaffung einfacher macht.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Siemens Energy ist nicht mehr am Bau des Atomkraftwerks Paks II beteiligt.
  • Rosatom hat den Vertrag mit Siemens Energy wegen Nichterfüllung der Verpflichtungen beendet.
  • Rosatom sucht bereits nach einem neuen Lieferanten für die Steuerungselektronik.

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