Lebenslange Haft für versuchten Mord an Ehefrau in München

17. Februar 2026

Bayern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Lebenslange Haft für Mordversuch in München

() – Das Schwurgericht des Landgerichts München I hat einen 34-jährigen Mann wegen versuchten Mordes an seiner getrennt lebenden Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das teilte das Oberlandesgericht München am Dienstag mit.

Der Angeklagte wurde schuldig gesprochen, seine Ehefrau im April 2025 im Treppenhaus ihrer früheren gemeinsamen Wohnung mit einem Messer attackiert zu haben.

Das Gericht stellte fest, dass der Täter, ein kosovarischer Staatsangehöriger, seine Frau an einem helllichten Tag mit mindestens 22 Messerstichen überfallen hatte. Das Opfer überlebte nur dank einer achtstündigen Notoperation schwer verletzt.

In der Urteilsbegründung werteten die Richter die Tat als ‚heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen‘, da die Frau arglos und wehrlos gewesen sei und der Täter seine Eifersucht und Wut über die Trennung sowie gerichtliche Anordnungen nicht akzeptiert habe.

Die Vorsitzende Richterin Elisabeth Ehrl wies in der Verhandlung darauf hin, dass der Angeklagte die brutale Tat in Anwesenheit des gemeinsamen Sohnes begangen habe. Das Gericht lehnte eine Strafmilderung trotz des Versuchscharakters der Tat ab und ordnete die Fortdauer der Untersuchungshaft an.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; Revision kann binnen einer Woche eingelegt werden.

Siehe auch:  Verkehrsunfall auf Landstraße bei Breitenburg fordert Todesopfer
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Justicia (Archiv)

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