Mehrheit hält Kinder in Deutschland für nicht mehr bezahlbar
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Herausforderungen für Familien in Deutschland
Berlin () – Eine Mehrheit der Deutschen hält Kinder aus finanziellen Gründen für kaum noch bezahlbar. In einer aktuellen Insa-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ stimmten 55 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass man sich in Deutschland keine Kinder mehr leisten könne. 34 Prozent widersprachen, elf Prozent sind unentschieden.
Als Hauptgrund nannten 81 Prozent der Befragten hohe Lebenshaltungskosten wie Miete, Lebensmittel und Energie. 59 Prozent sehen zudem Steuern und Abgaben als wesentliche Belastung. 48 Prozent halten die staatliche Unterstützung für Familien für nicht ausreichend. 58 Prozent der Befragten beklagten darüber hinaus fehlende Kita- und Betreuungsplätze.
Während in Westdeutschland weiterhin Betreuungsplätze für rund 15 Prozent der Unter-Dreijährigen fehlen, werden in Ostdeutschland wegen sinkender Geburtenzahlen vereinzelt Einrichtungen geschlossen. 40 Prozent der Befragten nannten Einkommenseinbußen durch Elternzeit oder Teilzeit als entscheidenden Faktor.
Insa-Chef Hermann Binkert sagte der „Bild“, besonders deutlich sei die Skepsis bei den 30-bis-49-Jährigen: Mehr als 60 Prozent in dieser Altersgruppe hielten Kinder für finanziell kaum tragbar. Angesichts seit Jahren niedriger Geburtenzahlen sei dies ein politisches Warnsignal.
Für die „Bild am Sonntag“ hatte das Meinungsforschungsinstitut Insa 1.003 Personen im Zeitraum vom 19. Februar bis zum 20. Februar 2026 befragt. Die genauen Fragen: „Wie stehen Sie zu der Aussage, dass man sich in Deutschland keine Kinder mehr leisten kann? Was ist aus Ihrer Sicht der Grund, warum man sich in Deutschland keine Kinder mehr leisten kann?“ Antwortmöglichkeiten: Zu hohe Lebenshaltungskosten (u.a. für Wohnen, Lebensmittel, Alltag); zu hohe Steuern und Abgaben; zu wenig Kita-/Betreuungsplätze; zu geringe finanzielle Unterstützung vom Staat; Verdienstausfall durch Elternzeit/Teilzeit; aus einem anderen Grund; weiß nicht / keine Angabe. Mehrfachantworten möglich.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kinder in einer Schule (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- 55 Prozent der Deutschen halten Kinder aus finanziellen Gründen für kaum noch bezahlbar.
- 81 Prozent nennen hohe Lebenshaltungskosten als Hauptgrund.
- 48 Prozent empfinden staatliche Unterstützung für Familien als nicht ausreichend.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: Mehrheit der Deutschen, insbesondere 30- bis 49-Jährige
- Region: Deutschland,Westdeutschland, Ostdeutschland
- Zahlen: 55% der Deutschen stimmen zu, 81% nennen hohe Lebenshaltungskosten als Hauptgrund, Umfragezeitraum: 19. Februar bis 20. Februar 2026
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- hohe Lebenshaltungskosten (Miete, Lebensmittel, Energie)
- hohe Steuern und Abgaben
- unzureichende staatliche Unterstützung für Familien
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Es wird über fehlende Kita- und Betreuungsplätze diskutiert.
- Politische Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung von Familien werden gefordert.
- Ein Warnsignal bezüglich der niedrigen Geburtenzahlen wird erkannt.
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