Kritik an Geschäft mit Unterkünften für Wohnungslose in Berlin
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Missbrauch im Obdachlosenwesen in Berlin
Berlin () – Das System der Unterbringung von Wohnungslosen in Berlin ist nach „Tagesspiegel“-Recherchen extrem anfällig für Missbrauch. Private Firmen machen mit solchen Wohnheimen teils hohe Gewinne, während Bewohner und Nachbarn über Müll und Ungeziefer klagen.
„Das Geschäft mit diesen Unterkünften ist eine Goldgrube“, sagte Hannes Rehfeldt (CDU), Sozialstadtrat im Bezirk Neukölln, dem „Tagesspiegel“ (Montags-Ausgabe). In der Branche gebe es viele schwarze Schafe, sagte Rehfeldt. „Wer die Unterbringung von obdachlosen Menschen nur als gewinnträchtiges Business betreibt, ist dort eigentlich falsch.“
Das Land Berlin geht in diesem Bereich einen Sonderweg. In der Hauptstadt ist die Mehrheit der Wohnungslosen bei gewerblichen Anbietern untergebracht. Deutschlandweit leben jedoch zwei Drittel der Menschen, die kein eigenes Dach über dem Kopf haben, in kommunalen Unterkünften.
Wie viele Menschen derzeit in Unterkünften für Wohnungslose leben, konnte die Senatsverwaltung für Soziales auf Anfrage nicht sagen. Denn das Land Berlin hat dafür bisher keine eigenen Daten erhoben. Nach Berechnungen des „Tagesspiegel“ waren im Januar 2025 in Berlin etwa 39.000 Menschen ordnungsrechtlich in Unterkünften für Wohnungslose untergebracht. Rund 11.000 von ihnen sind Kinder und Jugendliche.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Obdachlose kampieren (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Unterbringung von Wohnungslosen in Berlin ist anfällig für Missbrauch.
- Mehrheit der Wohnungslosen lebt in gewerblichen Anbietern, während deutschlandweit zwei Drittel in kommunalen Unterkünften sind.
- Senatsverwaltung für Soziales hat keine eigenen Daten zur Anzahl der aktuell in Unterkünften lebenden Menschen.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: obdachlose Menschen in Berlin, insbesondere Kinder und Jugendliche
- Regionaler Fokus: Berlin
- Zahlen: ca. 39.000 obdachlose Menschen in Unterkünften (Stand Januar 2025), davon rund 11.000 Kinder und Jugendliche
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Missbrauchsanfälligkeit des Unterbringungssystems für Wohnunglose in Berlin
- Hohe Gewinne privater Anbieter von Wohnheimen, während Bewohner über schlechte Zustände klagen
- Mehrheit der Wohnungslosen in Berlin bei gewerblichen Anbietern untergebracht, während deutschlandweit kommunale Unterkünfte vorherrschen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Überprüfung und Regulierung der gewerblichen Anbieter von Unterkünften für Wohnunglose
- Erhebung von Daten über die Zahl der in Unterkünften lebenden Menschen
- Sicherstellung besserer Bedingungen in den Unterkünften durch Maßnahmen gegen Missbrauch
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