Klimaforscher Latif skeptisch zu Ausgang der Klimakonferenz

21. November 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Klimapolitik und Herausforderungen in Brasilien

() – Der deutsche Klimaforscher Mojib Latif hat sich mit Blick auf das bevorstehende Ende der UN-Klimakonferenz in skeptisch zu möglichen Erfolgen gezeigt. „Das Ergebnis der Klimakonferenz wird wieder auf den kleinsten gemeinsamen Nenner hinauslaufen“, sagte Latif der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Selbst das umjubelte Abkommen von Paris 2015 hat im Ergebnis keine Abnahme der Emissionen gebracht. Stattdessen sind diese heute auf einem Rekordniveau.“

Die politischen Voraussetzungen seien angesichts der Abwesenheit der USA und der vielen Konflikte etwa mit Russland „sehr schlecht bei der aktuellen Klimakonferenz“, so der Wissenschaftler. „Wichtiger wäre, den Klimaschutz in kleineren Formaten wie den G20- oder G7-Runden voranzutreiben. Da sitzen die großen Emittenten an einem Tisch“, sagte Latif. „Die Erderwärmung bei 1,5 oder sogar nur deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, ist mittlerweile utopisch. Um katastrophale Folgen für die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten zu verhindern, muss Klimaschutz im Kreis der Industrienationen endlich als Wohlstandssicherung begriffen werden“, mahnte der Forscher.

2024 sind die Emissionen um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 57,7 Gigatonnen CO2-Äquivalente gestiegen. Das ist einerseits ein Rekord. Andererseits hat sich zuletzt der Anstieg verlangsamt.

Laut dem „Emissions Gap Report“, den Wissenschaftler für das UN-Umweltprogramm (UNEP) verfasst haben, steuert die Erde aktuell auf 2,8 Grad Celsius Erderhitzung zu. Das ist vom primären Klimaziel, die Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, weit entfernt. Bei der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens 2015 war die Erde allerdings noch auf einem Pfad von bis zu 3,5-Grad Erhitzung. Würden die Staaten der Welt ihre Klimaschutzzusagen vollständig umsetzen, könnte die Erderhitzung auf 2,3 bis 2,5 Grad Celsius begrenzt werden. Durch internationale Abkommen und die regelmäßige Überprüfung der Nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs) sollen weitere Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel erzielt werden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Demonstranten protestieren für Klimaschutz (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Klimaforscher Mojib Latif äußert Skepsis über Erfolge der UN-Klimakonferenz in Brasilien.
  • Emissionen steigen 2024 um 2,3 Prozent auf 57,7 Gigatonnen CO2-Äquivalente.
  • Erde steuert laut "Emissions Gap Report" auf 2,8 Grad Celsius Erderhitzung zu.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Klimaforscher Mojib Latif, Regierungen der großen Emittenten (z.B. USA, Russland), Industrienationen
  • Emissionen 2024 steigen um 2,3% auf 57,7 Gigatonnen CO2-Äquivalente
  • Erde steuert auf 2,8 Grad Celsius Erderhitzung zu, Ziel bei 1,5 Grad weit entfernt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Skepsis bezüglich der Erfolge der UN-Klimakonferenz in Brasilien
  • Politische Missstände wie die Abwesenheit der USA und Konflikte mit Russland
  • Abnahme der Emissionen trotz internationaler Abkommen nicht erzielt, steigende Emissionen auf Rekordniveau

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Klimaschutz in kleineren Formaten wie G20- oder G7-Runden vorantreiben
  • Nationale Klimaschutzbeiträge regelmäßig überprüfen
  • Klimaschutz als Wohlstandssicherung in Industrienationen begreifen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH