Neonazi-Jugendgruppen gehen strategisch gegen CSDs vor

21. November 2025

Regional - Sachsen - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Rechtsextreme Proteste gegen CSDs in Deutschland

() – Auch in diesem Jahr haben rechtsextreme und neonazistische Jugendgruppen regelmäßig Teilnehmer für Demonstrationen gegen Christopher Street Days (CSD) in ganz mobilisiert.

Von bundesweit insgesamt 237 CSD- und Pride-Veranstaltungen war jede fünfte von rechten Gegenversammlungen und Störaktionen betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des gemeinnützigen „Center für Monitoring, Analyse und Strategie“ (Cemas) aus Berlin, über die der „Spiegel“ berichtet.

Die Organisation hat Angriffe aus der rechtsextremen Szene auf Pride-Veranstaltungen und CSDs dokumentiert, Medienberichte und Internetaktivitäten ausgewertet.

Demnach fanden in diesem Jahr mehr rechtsextreme Gegendemonstrationen statt als 2024 – allerdings fielen sie im Durchschnitt kleiner aus. Besonders viele Aufmärsche gab es der Erhebung zufolge in und .

In der ostsächsischen Stadt mobilisierte die rechtsextreme Szene laut Cemas rund 450 Anhänger.

Braune Jugendgruppen machten Cemas zufolge vor allem über soziale Netzwerke wie Tiktok und Instagram mobil. Deutlich stärker als im Vorjahr versuchten demnach die „Jungen Nationalisten“, die Jugendorganisation der rechtsextremen Kleinstpartei „Die Heimat“ (vormals NPD), von der Stimmungsmache gegen queere Menschen zu profitieren.

„Hinter der scheinbar spontanen Jugendprotestkultur verbergen sich zunehmend strategische Bestrebungen etablierter rechtsextremer Strukturen“, sagte Joe Düker, der sich bei Cemas mit Rechtsextremismus befasst. „Ihr Ziel ist es, queere Sichtbarkeit anzugreifen und demokratische Grundwerte zu untergraben.“

Siehe auch:  Reichinnek lehnt pauschales Social-Media-Verbot bis 16 Jahren ab

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Parade zum Christopher-Street-Day (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 237 CSD- und Pride-Veranstaltungen in Deutschland, jede fünfte betroffen von rechtsextremen Gegenversammlungen.
  • Mehr rechtsextreme Gegendemonstrationen als 2024, jedoch im Durchschnitt kleiner.
  • Besondere Mobilisierung in Sachsen und Thüringen, z.B. etwa 450 Anhänger in Bautzen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Teilnehmer an Christopher Street Days (CSD) in Deutschland
  • betroffene Veranstaltungen: 237 CSD- und Pride-Veranstaltungen, jede fünfte betroffen
  • Regionen: besonders Sachsen und Thüringen, rund 450 Anhänger in Bautzen mobilisiert

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Mobilisierung rechtsextremer Gruppen gegen CSDs in Deutschland
  • Anstieg der Gegendemonstrationen, insbesondere in Sachsen und Thüringen
  • Nutzung sozialer Netzwerke zur Rekrutierung von Anhängern durch Jugendgruppen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Untersuchung des "Center für Monitoring, Analyse und Strategie" (Cemas) zu rechtsextremen Aktivitäten
  • Dokumentation von Angriffen und Mobilisierungen gegen CSD-Veranstaltungen
  • Stärkung der Überwachung und Strategien gegen rechtsextreme Jugendgruppen in sozialen Netzwerken
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH