Bundesweit deutlicher Anstieg rechtsextremer Vorfälle an Schulen

7. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Herausforderungen in den Schulen Deutschlands

() – Zahlreiche Bundesländer beobachten einen Anstieg bei den rechtsextremen Vorfällen an Schulen.

Das ergab eine Abfrage bei den zuständigen Ministerien durch die „Welt am Sonntag“. Die Zahlen lassen sich dabei nicht zwischen den Bundesländern vergleichen, da sich Zählweisen, Beobachtungszeiträume und Melderegularien unterschieden, der Trend jedoch ist evident.

In Sachsen wurden 2023 149 rechtsextreme Vorfälle erfasst, 155 im Jahr 2024, für 2025 bereits 245. Grundlage der Zahlen sind „besondere Vorkommnisse“, die Schulleitungen melden – etwa „politische oder religiös extremistische Einwirkungen“ oder „rassistische oder antisemitische Vorfälle“. Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sagte: „Rechtsextremismus ist unser größtes gesellschaftliches Problem.“

In Thüringen stieg die Zahl der Fälle von 113 im Jahr 2023 auf 198 im Jahr 2025. In wuchs die Zahl gemeldeter rechtsextremistischer Vorfälle von 39 (2023) auf 159 im Jahr 2025, in Berlin von 74 (2023) auf 126 (2025), in Rheinland-Pfalz von 25 (2023) auf 78 (2025). Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete im Schuljahr 2024/2025 235 Meldungen zu extremistischen Hintergründen oder verfassungswidrigen Kennzeichen, ein ebenfalls deutlicher Zuwachs zum vorherigen Schuljahr (195 Vorfälle). Im laufenden Schuljahr wurden bislang 98 Vorkommnisse gemeldet.

In Sachsen-Anhalt stiegen die polizeilich registrierten rechten Straftaten an Schulen von 74 im Jahr 2023 auf 192 im Jahr 2024, was fast einer Verdreifachung entspricht. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) sagte der „Welt am Sonntag“: „Rechtsextreme Vorfälle an Grundschulen sind besonders besorgniserregend. Sie zeigen, wie wichtig eine frühe Vermittlung demokratischer Werte ist, die nicht nur in der Schule, sondern ebenso und besonders im Elternhaus beginnen muss.“

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zählte im Schuljahr 2022/2023 117 von Schulen gemeldete Rechtsextremismus-Fälle. Ein Jahr später waren es 560 Vorfälle – nahezu eine Verfünffachung. 2024/2025 lag die Zahl bei 386. Für das laufende Schuljahr 2025/2026 weist das Ministerium bislang 109 Fälle im ersten Halbjahr aus. zieht dagegen Polizeidaten, also erfasste Straftaten, heran und beobachtet eine ähnliche Dynamik. 2023 registrierte die Polizei 277 politisch motivierte Straftaten mit der Tatörtlichkeit „Schule/Uni“, 2024 waren es bereits 452. Für 2025 liegen Erkenntnisse zu 461 Fällen vor.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gang in einer Schule (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Anstieg rechtsextremer Vorfälle an Schulen in mehreren Bundesländern.
  • Sachsen: 149 (2023), 155 (2024), 245 (2025) Vorfälle.
  • Thüringen: 113 (2023), 198 (2025) Vorfälle.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bundesländer: Sachsen, Thüringen, Hessen, Berlin, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen
  • Anstieg rechtsextremer Vorfälle zwischen 2023 und 2025, z.B. Sachsen: von 149 (2023) auf 245 (2025)
  • Im Schuljahr 2024/2025: Mecklenburg-Vorpommern 235 Vorfälle, Brandenburg 560 Vorfälle, Nordrhein-Westfalen 461 Vorfälle

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Anstieg rechtsextremer Vorfälle an Schulen in mehreren Bundesländern
  • Unterschiedliche Zählweisen und Melderegularien erschweren Vergleich
  • Frühzeitige Vermittlung demokratischer Werte als notwendige Prävention

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Beobachtung und Erfassung rechtsextremer Vorfälle an Schulen wird verstärkt
  • Förderung der Vermittlung demokratischer Werte in Schulen und Elternhäusern
  • Erhöhung der Polizeipräsenz und Datenerfassung zu politisch motivierten Straftaten an Schulen

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