Wirtschaftsweise für Freigabe der strategischen Ölreserven

10. März 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Strategische Ölreserven in der G7

() – Angesichts der volatilen Lage auf den Energiemärkten hat sich die Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, Monika Schnitzer, für eine Freigabe der strategischen Ölreserven in den G7-Staaten ausgesprochen.

„Die Ölreserven der G7 sind genau für solche Krisensituationen als strategische Reserve aufgebaut worden, um bei schweren Versorgungsstörungen eingreifen zu können“, sagte Schnitzer dem „Redaktionsnetzwerk „. Schon in früheren Krisensituationen seien diese Reserven eingesetzt worden, um das Angebot kurzfristig zu erhöhen und damit die Preise zu stabilisieren. „Die aktuellen Überlegungen, dies auch jetzt zu tun, sind also folgerichtig“, sagte die Wirtschaftsweise weiter.

Gleichzeitig müsse klar sein, dass der Umfang der Reserve begrenzt sei, so die Ökonomin. Sie sollten einen Bedarf in Höhe der Nettoimporte von 90 Tagen abdecken. „Es kann also nur darum gehen, kurzfristige Preisspitzen auszugleichen, nicht darum, einen längerfristigen Preisanstieg zu neutralisieren“, sagte Schnitzer.

Auch der neue Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr empfiehlt, politische Eingriffe in die Energiemärkte zu prüfen, um die wirtschaftlichen Folgen des -Kriegs abzufedern. „Man sollte zum Beispiel darüber nachdenken, strategische Reserven im Öl- und Gasbereich anzuzapfen“, sagte Felbermayr dem „Tagesspiegel“. „Bringt man sie koordiniert auf den Markt, erhöht das kurzfristig das Angebot und drückt den Preis.“

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Viele OECD-Staaten verfügen über solche Reserven. Deutschland hält bei Öl nur die gesetzlich vorgeschriebene Menge von rund 23 Millionen Tonnen, bei Erdgas quasi keine. dagegen schon. „Das ginge aber nur koordiniert, vor allem mit den USA“, sagte Felbermayr. Einzelne Staaten kämen gegen den Weltmarkt kaum an.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Öltanks (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Monika Schnitzer spricht sich für die Freigabe der strategischen Ölreserven in den G7-Staaten aus.
  • Die Ölreserven sind dafür gedacht, kurzfristige Preisspitzen auszugleichen, nicht langfristige Preisanstiege zu neutralisieren.
  • Gabriel Felbermayr empfiehlt, strategische Reserven im Öl- und Gasbereich anzuzapfen, um die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs abzufedern.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: G7-Staaten, OECD-Staaten
  • Fokus: Öl- und Gasreserven, Preisspitzen, kurzfristige Maßnahmen
  • Zahlen: Bedarf in Höhe der Nettoimporte von 90 Tagen, Deutschland: etwa 23 Millionen Tonnen Öl

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • volatile Lage auf den Energiemärkten
  • strategische Ölreserven sollen für Krisensituationen genutzt werden
  • Vorschlag von politischen Eingriffen zur Abfederung wirtschaftlicher Folgen des Iran-Kriegs

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