Spahn: Chatgruppe mit AfD im EU-Parlament "muss Konsequenzen haben"
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politische Kontroversen im Europäischen Parlament
Straßburg () – Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat nach Berichten über eine Chatgruppe, in der sich Vertreter der konservativen EVP mit rechten Parteien im Europäischen Parlament ausgetauscht haben sollen, Konsequenzen gefordert.
Zugleich wies Spahn Vorwürfe einer Zusammenarbeit mit der AfD zurück. „Der entscheidende Punkt ist: Was die AfD will, macht und tut im Brüsseler Parlament, interessiert keinen Menschen. Es ist auch nicht von Relevanz“, sagte er. Eine solche Chatgruppe sei „keine Form der Zusammenarbeit“.
Entscheidend sei vielmehr, dass es im Europäischen Parlament keine Einigung mit SPD und Grünen gegeben habe. „Die SPD-Europaabgeordneten arbeiten in Brüssel gegen das, was die gemeinsame Bundesregierung aus Berlin heraus will, und gegen das, was die Kommission vorschlägt“, sagte Spahn. Wenn sich dann Mehrheiten im Parlament fänden – „ohne die radikale Rechte, das ist wichtig“ – dann sei das eine normale Abstimmung im Europäischen Parlament.
Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, hat die EVP-Fraktion im EU-Parlament aufgefordert, Konsequenzen aus den Chats mit der AfD zu ziehen: „Die Vorgänge müssen vollständig aufgeklärt werden, und daraus müssen Konsequenzen folgen“, sagte Schnieder den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das ist jetzt Aufgabe der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.“ Die Abgeordneten der CDU/CSU-Gruppe und ihre Mitarbeiter seien von den Vorgängen nicht betroffen.
Für die Landes-CDU stellte Schnieder klar, dass es keine Zusammenarbeit mit der AfD gebe. Wer das missachte, könne nicht weiter in der Partei bleiben: „Wer in solchen Chatgruppen unterwegs ist oder meint, sich mit der AfD zusammentun zu müssen, hat in unseren Reihen keinen Platz. In so einem Fall ist man sofort raus.“
Hintergrund ist eine Recherche, derzufolge die EVP-Fraktion, der die deutschen Unions-Abgeordneten angehören, jüngst gemeinsam mit dem rechten Flügel des Europaparlaments in einer Chatgruppe und bei einem persönlichen Treffen von Abgeordneten an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik arbeitete.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Jens Spahn (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Jens Spahn fordert Konsequenzen aus der Chatgruppe zwischen EVP und rechten Parteien im Europäischen Parlament.
- Gordon Schnieder fordert Klärung der Vorgänge und Konsequenzen für die EVP-Fraktion.
- CDU stellt klar, dass keine Zusammenarbeit mit der AfD besteht; bei Verstößen droht Ausschluss aus der Partei.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU)
- Vertreter der EVP und rechte Parteien im Europäischen Parlament
- Gordon Schnieder (CDU) und Landes-CDU in Rheinland-Pfalz
- Keine spezifischen Zahlen/Fristen/Zeiträume angegeben
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Chats zwischen EVP und rechten Parteien im Europäischen Parlament
- Forderungen nach Konsequenzen und vollständiger Aufklärung
- Mangelnde Einigung im Europäischen Parlament zwischen SPD, Grünen und EVP
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Konsequenzen für die Chatgruppe mit rechten Parteien fordern
- Vollständige Aufklärung der Vorgänge durch die EVP-Fraktion
- Klare Distanzierung von einer Zusammenarbeit mit der AfD
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
- Autofahrer bei Alleinunfall in Kirchberg an der Iller tödlich verunglückt - 20. März 2026
- Polizei entdeckt Drogenlabor in Essen nach medizinischem Notfall - 20. März 2026
- Festnahmen nach mehreren Tankstellenüberfällen in Nordhessen - 20. März 2026
