Irankrieg: Münkler fürchtet Umwandlung von Nato in Offensivbündnis
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: NATO und Iran-Krieg im Fokus
Berlin () – Der Berliner Politologe Herfried Münkler hat in Bezug auf den Iran-Krieg vor den Folgen einer Ausrufung des Bündnisfalls nach Artikel 5 des Nato-Vertrags durch Trump gewarnt. „Die Aktivierung von Artikel 5 wäre das Ende der Nato, denn damit würde sich das Bündnis aus einem Defensiv- in ein Offensivbündnis verwandeln“, sagte Münkler dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe).
„Jedes Mitglied könnte dann ein beliebiges Land angreifen und, sobald es in Schwierigkeiten gerät, die Hilfe der anderen anfordern“, ergänzte er. Das sei im Falle von Afghanistan, dem bisher einzigen Artikel-5-Einsatz, anders gewesen, weil die USA die Angriffe gegen al-Qaida als direkte Antwort auf die Terroranschläge des 11. September begründen konnten.
Natürlich könne „man darüber nachdenken, den USA in der Straße von Hormus aus der Patsche zu helfen, zumal sich argumentieren lässt, dass die Blockade der Straße von Hormus ein Angriff auf den Welthandel ist“, sagte Münkler. Aber die Europäer müssten „dafür einen Preis einfordern, der eine stärkere Unterstützung der Ukraine durch die USA zum Ziel hat, denn der russische Angriff auf die Ukraine ist de facto ein Angriff auf Europa“, argumentierte der Politikwissenschaftler.
Allein die Debatten um die Aktivierung der Nato-Beistandsklausel zeige, „wie nachlässig die US-Militäraktion gegen den Iran geplant worden ist“, sagte Münkler.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Herfried Münkler (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
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- Aktivierung von Artikel 5 könnte Nato in ein Offensivbündnis verwandeln.
- Europäer sollten Preis für Unterstützung der USA in der Straße von Hormus fordern, um stärkere Unterstützung für die Ukraine zu erreichen.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
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