Röwekamp offen für erweiterte EU-Mission in Straße von Hormus
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Verteidigungspolitik: EU-Einsatz im Persischen Golf
Berlin () – Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), hat in der Debatte um einen Militäreinsatz in der Straße von Hormus zum Schutz der internationalen Schifffahrt eine Ausweitung der bestehenden EU-Mission „Aspides“ ins Gespräch gebracht.
„Die Straße von Hormus ist jetzt schon vom EU-Mandat `Aspides` umfasst, auch wenn der Schwerpunkt der Ausübung des Mandats bisher im südlichen Roten Meer lag“, sagte Röwekamp der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). „Die Angriffe des Iran auf zivile Handelsschiffe und die Drohung der Sperrung des Seewegs sind see- und völkerrechtswidrig.“
„Es geht nicht darum, sich an der militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite mit europäischen Streitkräften zu beteiligen“, so der CDU-Politiker. „Vielmehr dient das Mandat dem Schutz der Schifffahrt und ist damit rein defensiv ausgerichtet. Es dient der Durchsetzung internationalen Rechts und liegt im deutschen und europäischen Interesse“, so Röwekamp.
„Das soll und muss auch so bleiben. Deutschland wird sich am Krieg nicht beteiligen. Wir sollten mit unseren Partnern in Europa darüber reden, mit welchen zusätzlichen Fähigkeiten die regionale Erweiterung des bisherigen mandatierten Einsatzes auf die Straße von Hormus im Rahmen von Aspides ausgedehnt werden kann“, sagte der Ausschuss-Vorsitzende.
„Deutschland könnte sich wie bisher mit Stabspersonal und der Erstellung eines See- und Luftlagebildes beteiligen“, schlug Röwekamp vor. „Geeignete seegehende Einheiten der Marine stehen derzeit aufgrund ihrer Einbindung in andere Einsätze nicht zur Verfügung, sollten jedoch unverändert vorbehalten bleiben“, so der Verteidigungspolitiker.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Thomas Röwekamp (Archiv) |
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