Hessen will Justiz mit KI effizienter machen

18. März 2026

Hessen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Künstliche Intelligenz in der hessischen Justiz

() – Hessens Justizminister Christian Heinz hat im Landtag erklärt, dass aus der hessischen Justiz rund 70 Vorschläge für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) eingegangen seien. Das Interesse an KI sei sehr groß, und die Vorschläge würden als Chance begriffen, die Justiz von morgen aktiv mitzugestalten, teilte Heinz mit.

Seit Jahresanfang arbeite die gesamte hessische Justiz bereits mit der elektronischen Akte, und seit Dezember 2025 stehe das KI-Tool JANO für den Einsatz bereit.

Das Ministerium hat eine Umsetzungswerkstatt eingerichtet, um die Ideen zu sammeln und zu bewerten. Vorgeschlagen wurden unter anderem KI-gestützte Transkriptionen von Gerichtsterminen, Textbaustein-Manager für wiederkehrende Verfügungen und eine eLearning-Plattform.

Ziel sei es, Arbeitsprozesse schneller zu gestalten und Bürgern einen schnelleren Zugang zu richterlichen Entscheidungen zu ermöglichen.

Ein Schwerpunkt liege zudem auf der Strafverfolgung. Gerade bei Massenverfahren wie Online-Betrug oder Kinderpornografie, bei komplexen Datenauswertungen oder der Erstellung von Strafbefehlen sei das Potenzial für unterstützende KI besonders hoch.

hat aktuell den Vorsitz in einer Länderarbeitsgruppe, die sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für KI im Strafverfahren befasst.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Justizzentrum (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • hessische Justiz, rund 70 Vorschläge für KI-Einsatz
  • Ab Dezember 2025, KI-Tool JANO verfügbar
  • Schwerpunkt auf Strafverfolgung, insbesondere Online-Betrug und Kinderpornografie

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Interesse an KI in der Justiz
  • Rund 70 Vorschläge für den Einsatz von KI eingegangen
  • Ziel: schnellere Arbeitsprozesse und Zugang zu richterlichen Entscheidungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einrichtung einer Umsetzungswerkstatt zur Sammlung und Bewertung von Vorschlägen für Künstliche Intelligenz in der Justiz
  • Nutzung des KI-Tools JANO ab Dezember 2025 zur Unterstützung von Arbeitsprozessen
  • Vorsitz in einer Länderarbeitsgruppe zur Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen für KI im Strafverfahren

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