Wirtschaftsministerium geht aktuell nicht von Benzinmangel aus

27. März 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Benzinversorgung in Deutschland stabil

() – Das Bundeswirtschaftsministerium unter Leitung von Katherina Reiche (CDU) sieht keine Gefahr für einen Benzinmangel in . „Die Bundesregierung geht aktuell nicht von einer physischen Mangellage aus“, heißt es in einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen, über die der „Spiegel“ berichtet.

Diese Einschätzung steht in einem Gegensatz zu den Aussagen der Ministerin auf einer Konferenz in den USA. „Noch sehen wir keine Knappheiten beim Volumen, aber wenn der Konflikt nicht endet, rechnen wir damit vermutlich Ende April oder im Mai“, hatte dort die CDU-Politikerin nach Angaben des Nachrichtenmagazins gesagt.

Mit Konflikt hatte Reiche den Krieg am Golf gemeint. Wegen der Angriffe der USA und Israels blockiert seit Wochen die Hormus-Meerenge. Dadurch fehlen gerade rund zehn Prozent der Ölmengen am Weltmarkt. Das Ministerium selbst erklärte auf Nachfrage, dass sich die Ministerin „auf ein Worst-Case-Szenario aus unverminderter militärischer Auseinandersetzung im Nahen Osten in Verbindung mit einer dauerhaften Unpassierbarkeit der Straße von Hormus“ bezogen habe.

Der Öl- und Benzinexperte Steffen Bukold vom Hamburger Branchendienst Energycomment sieht ebenfalls keine Mangellage. „Anders als in anderen europäischen Ländern deckt Deutschland fast seinen kompletten Spritbedarf selbst“, sagte Bukold dem „Spiegel“. Die heimischen Raffinerien produzierten sogar etwas mehr Benzin als die Bürger hierzulande verbrauchten. Auch den Dieselbedarf deckten die heimischen Raffinerien zu rund 90 Prozent.

Das einzige Szenario, bei dem es wirklich zu Spritmangel an deutschen Tankstellen kommen kann, scheint ein zusätzlicher Lieferstopp aus den USA zu sein. Die USA decken mit ihren Exporten rund zehn Prozent des globalen Ölbedarfs. Sollten diese Lieferungen wirklich auch noch komplett wegfallen – und nicht einfach nur in andere Länder umgeleitet werden -, würden die Mengen in Europa wohl tatsächlich knapp.

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Darüber wiederum scheinen sich die Beamten von Ministerin Reiche eher keine Sorgen zu machen. „US-Energieminister Wright und US-Innenminister Burgum haben öffentlich betont, dass keine Ausfuhrbeschränkungen für Öl und Gas in Planung seien“, schreiben die Ministerialen auf Anfrage der Grünen.

Der Energiepolitiker Michael Kellner (Grüne), hält das für etwas zu optimistisch. „Die Regierung ist gefährlich naiv unterwegs, wenn es um Erpressungen durch Donald Trump geht“, sagte Kellner, der unter dem damaligen Minister Robert Habeck (Grüne) Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium war.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Aral-Tankstelle (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Keine Gefahr für Benzinmangel in Deutschland laut Bundeswirtschaftsministerium.
  • Ministerin Reiche geht von möglichem Mangel im Mai aus, abhängig von Konflikt im Mittleren Osten.
  • Deutschland deckt fast seinen gesamten Spritbedarf selbst, eigene Raffinerien produzieren mehr Benzin als verbraucht wird.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Deutschland, insbesondere die Bundesregierung und Katherina Reiche (CDU)
  • Szenario eines möglichen Benzinmangels Ende April oder Mai, abhängig vom Konflikt im Nahen Osten
  • 10% des Öls am Weltmarkt fehlen durch Blockade der Hormus-Meerenge, jedoch decken heimische Raffinerien fast gesamten Spritbedarf

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Keine Gefahr für Benzinmangel in Deutschland laut Bundeswirtschaftsministerium
  • Konflikt im Golf, Blockade der Hormus-Meerenge durch Iran, könnte Öllieferungen beeinträchtigen
  • Deutschland deckt großen Teil des eigenen Spritbedarfs selbst, производство sogar über dem Verbrauch

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundesregierung sieht keine Gefahr für Benzinmangel in Deutschland.
  • Ministerium schätzt Auswirkungen eines Lieferstopps aus den USA als kritisch ein.
  • Beamte betonen, dass keine Ausfuhrbeschränkungen für Öl und Gas von den USA geplant sind.
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