SPD-Frauen fordern Reform des Jura-Lehrplans

31. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Justizreform in Berlin: Fokus auf Sexualstrafrecht

() – Die SPD-Rechtsexpertin Carmen Wegge hat die Justizminister der Länder aufgefordert, den Jura-Lehrplan zu überarbeiten und darin Sexualstrafrecht aufzunehmen.

„Das Jurastudium ist der richtige Ansatzpunkt, um den Opferschutz zu verbessern und zu einer gerechteren Rechtsprechung zu kommen“, sagte die Vorsitzende der SPD-Frauen dem Nachrichtenmagazin Focus. „Sexualstrafrecht ist aber aktuell nicht Bestandteil des Curriculums im Jurastudium.“

Diese Lücke in der Ausbildung verstärke das häufig fehlende Verständnis für die Dynamiken sexualisierter Gewalt, warnte die Sozialdemokratin. Wer später in Strafverfolgungsbehörden, Gerichten oder als Strafverteidiger arbeite, müsse sich aber damit auseinandersetzen. Das gleiche gelte für die Istanbul-Konvention, die spätestens zum 2. Examen Pflichtstoff sein solle, fügt Wegge hinzu. „Ich würde es begrüßen, wenn sich die nächste Justizministerkonferenz genau mit diesem Thema beschäftigen würde.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Das Strafgesetzbuch in einer Bibliothek (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Jurastudierende, zukünftige Strafverfolger, Richter, Strafverteidiger
  • Region: Deutschland
  • Frist: Istanbul-Konvention spätestens zum 2. Examen Pflichtstoff

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Lücke im Jura-Lehrplan bezüglich Sexualstrafrecht
  • Fehlendes Verständnis für Dynamiken sexualisierter Gewalt
  • Notwendigkeit für bessere Ausbildung zukünftiger Juristen in diesem Bereich

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Überarbeitung des Jura-Lehrplans gefordert, um Sexualstrafrecht aufzunehmen
  • Istanbul-Konvention soll Pflichtstoff für das 2. Examen werden
  • Diskussion über das Thema bei der nächsten Justizministerkonferenz angeregt
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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