Polizeigewerkschaft gegen Entkriminalisierung von Schwarzfahren

7. April 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Debatte um Schwarzfahren in Berlin

() – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnt die Pläne von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) ab, das Schwarzfahren zu entkriminalisieren. „Schwarzfahren wird damit zum Kavaliersdelikt“, sagte der GdP-Chef für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der „Rheinischen Post“.

Das Schwarzfahren falle komplett in die Zuständigkeit der Bundespolizei. Würde der Plan der Ministerin umgesetzt, „laufen wir Gefahr, dass es sehr vielen einfach egal ist, ob sie einen Fahrschein haben oder nicht“.

Überdies sei es ein Armutszeugnis, wenn eine Straftat zur Ordnungswidrigkeit abgeschichtet werde „mit der Begründung, die Justiz ist zu stark belastet“. Erschleichen von Leistungen müsse eine Straftat bleiben, sonst öffne man Tür und Tor für ein solches Vorgehen, so Roßkopf. Oftmals gehe es auch nicht um kleine Euro-Beträge, sondern um Summen im zwei- oder dreistelligen Bereich.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Reisende bei der Bahn (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Gewerkschaft der Polizei (GdP), insbesondere Bundespolizei
  • Zielgruppe: Menschen, die ohne Fahrschein reisen
  • Rechtliche Änderungen könnten zu einer Zunahme von Schwarzfahrten führen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ablehnung der Entkriminalisierung des Schwarzfahrens durch die Gewerkschaft der Polizei (GdP)
  • Bedenken, dass Schwarzfahren als Kavaliersdelikt wahrgenommen wird
  • Sorge um Missbrauch und Verharmlosung von Erschleichungen in öffentlichen Verkehrsmitteln

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • GdP lehnt Pläne zur Entkriminalisierung des Schwarzfahrens ab
  • Warnung vor einer Gleichgültigkeit gegenüber Fahrscheinpflicht
  • Erhaltung der Straftat des Erschleichens von Leistungen gefordert
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)