Arbeitsrechtler erwartet Klagen wegen Gender-Pay-Gap

9. April 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Auswirkungen des Gender-Pay-Gap in Bayreuth

Bayreuth () – Frauen bekommen Unterstützung aus der EU, um den sogenannten Gender-Pay-Gap zu schließen. „Gehaltsverhandlungen werden sich in den nächsten Jahren wohl deutlich verändern“, sagte der Arbeitsrechtler Adam Sagan der Wochenzeitung „Die Zeit“. Das liegt an der Entgelttransparenzrichtlinie der EU, die bis zum 7. Juni dieses Jahres in nationales Recht umgesetzt werden muss. Ihr zufolge gilt: „Arbeitgeber müssen die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen […] offenlegen und begründen.“

Bekanntermaßen existiert oft ein Unterschied in der Bezahlung von Frauen und Männern für ein und dieselbe Tätigkeit. Wenn das so bleibe, würden erste Klagen vor den Arbeitsgerichten gute Aussicht auf Erfolg haben, sagte Sagan, der als Professor für Zivilrecht an der Universität Bayreuth lehrt: „Die Verurteilungen werden kommen.“

„In vielen Unternehmen lassen sich nicht alle Gehaltsunterschiede hinreichend erklären“, sagte Sagan weiter. Zu erwarten sei, „dass die Vergütung von Männern künftig langsamer steigen wird und Frauen bei Gehaltssteigerungen auf absehbare Zeit überproportional profitieren“, so Sagan. Dadurch ließen sich geschlechtsbedingte Unterschiede in den Gehältern langsam reduzieren.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frau auf einer Rolltreppe (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • EU-Unterstützung zur Schließung des Gender-Pay-Gaps
  • Entgelttransparenzrichtlinie muss bis 7. Juni 2023 in nationales Recht umgesetzt werden
  • Arbeitgeber müssen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen offenlegen und begründen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Frauen, Arbeitgeber
  • Zielgruppen: Unternehmen in der EU
  • Frist: Umsetzung bis 7. Juni 2023

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unterstützung der EU zur Schließung des Gender-Pay-Gaps
  • Entgelttransparenzrichtlinie, die Arbeitgeber zur Offenlegung von Lohnunterschieden verpflichtet
  • Erwartung von Klagen gegen Unternehmen aufgrund nicht erklärbarer Gehaltsunterschiede

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie bis zum 7. Juni in nationales Recht
  • Arbeitgeber müssen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen offenlegen und begründen
  • Erwartung von Klagen vor Arbeitsgerichten bei unzureichender Erklärung der Gehaltsunterschiede
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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