DRK-Präsident Gröhe fürchtet humanitäre Katastrophe im Libanon

10. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Humanitäre Krise im Libanon

() – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor einer humanitären Katastrophe im angesichts der anhaltenden Angriffe Israels.

DRK-Präsident Hermann Gröhe sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag): „Zahlreiche Krankenhäuser sind aufgrund der vielen Verwundeten überfüllt und es droht ein Engpass von bestimmten Arzneimitteln und Materialien, insbesondere wenn die Angriffe anhalten sollten.“

Gröhe ergänzte: „Die humanitäre Lage in Libanon hat sich nochmals deutlich verschlimmert.“ In den letzten Tagen seien zunehmend dicht besiedelte Gebiete ohne ausreichende Vorwarnung unter Beschuss geraten. „Die Folgen sind noch gar nicht ganz abzusehen, aber wir müssen von Hunderten Toten und mehr als tausend verletzten Zivilisten ausgehen. Dadurch hat der bewaffnete Konflikt ein neues, nochmals verheerenderes Ausmaß erreicht.“

Der DRK-Präsident sagte weiter: „Es empört mich und erfüllt mich mit großer Sorge, dass weltweit immer öfter zivile Opfer in Kauf genommen und selbst humanitär Helfende im Einsatz getötet werden“. In den Jahren 2024 und 2025 seien weltweit jeweils mehr als 300 humanitär Helfende im Einsatz ums Leben gekommen, viele davon von den DRK-Schwestergesellschaften. „Auch in diesem Jahr wurden schon Helfende getötet, unter anderem einer vom Libanesischen Roten Kreuz.“

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Gröhe rief dazu auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten. Es gebe Regeln, „welche ein Mindestmaß an Menschlichkeit eben gerade auch in bewaffneten Konflikten bewahren sollen“. So seien zum Beispiel Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal zu schonen und die Zivilbevölkerung zu schützen. „Es ist unerlässlich, dass alle Konfliktparteien diese Regeln befolgen“, forderte Gröhe.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hermann Gröhe (Archiv)

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  • DRK warnt vor humanitärer Katastrophe im Libanon
  • Zahlreiche Krankenhäuser sind überfüllt, drohender Engpass bei Arzneimitteln und Materialien
  • Über 300 humanitäre Helfende weltweit in den Jahren 2024 und 2025 ums Leben gekommen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Libanon, Zivilbevölkerung, humanitäre Helfende
  • Stärke: Hunderte Tote, mehr als tausend Verletzte, überfüllte Krankenhäuser
  • Zeitraum: anhaltende Angriffe; 2024 und 2025 jährlich mehr als 300 getötete humanitäre Helfende

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  • Anhaltende Angriffe Israels auf den Libanon
  • Überfüllte Krankenhäuser und Engpass bei Arzneimitteln
  • Zunehmende zivile Opfer und Angriffe auf humanitäre Helfende
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