Ex-Gesundheitsminister Lauterbach kritisiert Warkens Sparpaket
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesundheitspolitik in Berlin: Sparpaket-Kritik
Berlin () – Der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt vor dem Sparpaket seiner Nachfolgerin Nina Warken (CDU). Er befürchte, dass die Reform die Lage für gering verdienende gesetzlich Versicherte verschärfe, sagte Lauterbach dem „Spiegel“.
Warkens Gesetzentwurf sieht Einsparungen im Gesundheitssystem in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro vor. Das Sparpaket soll weitere Beitragssteigerungen verhindern und Ende April vom Kabinett beschlossen werden.
Lauterbach sieht mögliche Kürzungen bei den Vorbeugeleistungen der Kassen kritisch. Zudem warnte er, der eine oder andere könnte auf nötige Behandlungen verzichten, wenn die Zuzahlungen steigen. „Was aber noch gravierender ist: Wenn die Budgets für Ärzte gedeckelt werden, ist die Gefahr groß, dass Mediziner ihre Sprechstunden für gesetzlich Versicherte verknappen und sich noch stärker auf Privatversicherte konzentrieren“, sagte Lauterbach. „Ich sehe die Gefahr, dass sich die Zweiklassenmedizin verschärft.“
Eine Kostenbegrenzung sei zwar richtig, so der Sozialdemokrat. „Sie muss aber mit einer Termingarantie bei den Fachärzten kombiniert werden, damit die gesetzlich Versicherten nicht benachteiligt werden.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Nina Warken am 23.04.2026 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Warkens Gesetzentwurf sieht Einsparungen im Gesundheitssystem in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro vor
- Sparpaket soll weitere Beitragssteigerungen verhindern und Ende April vom Kabinett beschlossen werden
- Lauterbach warnt vor einer möglichen Verschärfung der Zweiklassenmedizin für gesetzlich Versicherte
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- gering verdienende gesetzlich Versicherte
- Einsparungen im Gesundheitssystem von knapp 20 Milliarden Euro
- Reform soll Ende April vom Kabinett beschlossen werden
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Einsparungen im Gesundheitssystem in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro
- Sorge um Kürzungen bei Vorbeugeleistungen und steigende Zuzahlungen
- Gefahr der Verschärfung der Zweiklassenmedizin durch Budgetdeckelung für Ärzte
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Einsparungen im Gesundheitssystem in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro
- Gesetzentwurf soll Ende April vom Kabinett beschlossen werden
- Mögliche Kürzungen bei den Vorbeugeleistungen der Kassen
- Bundesliga: Bremen holt Punkt in Stuttgart - 26. April 2026
- Rauchen am Hauptbahnhof führt zur Festnahme eines per Haftbefehl gesuchten Mannes - 26. April 2026
- Flächenbrand im Waldgebiet bei Mehlingen legt A63 lahm - 26. April 2026
