Jung kritisiert Honorarkürzungen in der Psychotherapie und bringt neues Behindertengleichstellungsgesetz ein
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Saarland: Psychotherapie und Behindertengleichstellung
Saarbrücken () – Sozialminister Magnus Jung (SPD) hat in der Plenarsitzung des saarländischen Landtags am Mittwoch die seit April geltenden Honorarkürzungen in der Psychotherapie scharf kritisiert. Zugleich brachte er die Novellierung des Saarländischen Behindertengleichstellungsgesetzes (SBGG) ein, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte.
Vor dem Hintergrund eines deutlich steigenden Bedarfs für Psychotherapie warnte der Minister vor strukturellen Defiziten im bestehenden Versorgungssystem.
Die aktuelle Bedarfsplanung bilde die tatsächliche Nachfrage nicht mehr ausreichend ab, wodurch es vielerorts zu monatelangen Wartezeiten komme. Die Landesregierung habe sich daher bereits auf Bundesebene für eine grundlegende Reform der Bedarfsplanung eingesetzt.
„Psychische Gesundheit ist das Fundament für ein erfülltes Leben und eine funktionierende Gesellschaft“, sagte Jung.
Die Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz müssten endlich umgesetzt werden. Die Honorarkürzungen sowie weitere geplante Einsparmaßnahmen sendeten das falsche Signal in einer ohnehin angespannten Versorgungslage.
Neben der Diskussion um die Vergütung der Psychotherapeuten brachte Jung die Novellierung des SGBB im Plenum ein.
Künftig sollen klarere gesetzliche Vorgaben dafür sorgen, dass Verwaltungsverfahren verständlicher, zugänglicher und effizienter gestaltet werden. Ein besonderer Schwerpunkt liege zudem auf der Verankerung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten, um Barrierefreiheit systematisch in allen Bereichen voranzubringen.
„Diese Novelle ist mehr als eine rechtliche Anpassung – sie ist ein klares Bekenntnis zu einer Gesellschaft, in der Teilhabe selbstverständlich ist und niemand ausgeschlossen wird“, sagte der Minister.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Magnus Jung (Archiv) |
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