Umfrage: Mehrheit für klare Positionierung gegenüber Trump

7. Mai 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Außenpolitik der Bundesregierung im Fokus

() – 71 Prozent der Bundesbürger sind laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest aktuell der Auffassung, dass die Bundesregierung im Umgang mit den USA bei außenpolitischen Streitfragen auf eigene Positionen bestehen sollte, selbst wenn das US-Präsident Donald Trump verärgern könnte. Das hat eine entsprechende Erhebung unter 1.303 Wahlberechtigten für den „Deutschlandtrend“ der ARD von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben. Nur zwei von zehn (22 Prozent) fänden es demnach besser, wenn sich die Bundesregierung eher zurückhalte, um Trump nicht zu provozieren.

Zuletzt hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den US-Präsidenten während eines Besuchs in einer sauerländischen Schule kritisiert. Merz sagte, die USA hätten „offensichtlich keine Strategie“. Trump kritisierte anschließend Merz auf seiner persönlichen Plattform und kündigte an, er wolle Truppen aus abziehen.

Der Krieg der USA gegen den hat weitreichende ökonomische Folgen, auch für Deutschland. Die Bundesregierung hat angeboten, im Falle eines Endes der Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran, sich an einer internationalen Militärmission zur Sicherung der zivilen Schifffahrt in der Straße von Hormus mit Minensuch-Schiffen zu beteiligen. Einen solchen möglichen Einsatz hält laut Infratest aktuell eine leichte Mehrheit von 53 Prozent für richtig, 36 Prozent halten ihn für falsch.

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Unter den Parteianhängern sprechen sich vor allem Anhänger der Union (71 Prozent), der SPD (70 Prozent) und der Grünen (69 Prozent) mehrheitlich für einen Einsatz aus, unter Anhängern der AfD (39 Prozent) und der Linken (41 Prozent) wäre nur eine Minderheit dafür.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 71 Prozent der Bundesbürger wollen, dass die Bundesregierung eigene Positionen in außenpolitischen Streitfragen vertritt.
  • Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte die USA und deren Strategie.
  • 53 Prozent der Befragten befürworten eine internationale Militärmission zur Sicherung der zivilen Schifffahrt im Falle eines Endes der Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • 71 Prozent der Bundesbürger sind für eigene Positionen der Bundesregierung gegenüber den USA
  • 53 Prozent unterstützen einen möglichen Einsatz von Minensuch-Schiffen im Iran-Konflikt
  • Hohe Unterstützung unter Union (71%), SPD (70%) und Grünen (69%); geringe Zustimmung bei AfD (39%) und Linken (41%)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • 71 Prozent der Bundesbürger wollen eigene Positionen der Bundesregierung gegenüber den USA.
  • Kritik von Bundeskanzler Merz an der US-Strategie und Reaktion Trumps.
  • Umfrage zu internationalem Militäreinsatz im Iran-Konflikt zeigt Mehrheit für Engagement.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundesregierung besteht auf eigene Positionen in außenpolitischen Streitfragen gegenüber den USA.
  • Angebot zur Beteiligung an internationaler Militärmission zur Sicherung der zivilen Schifffahrt in der Straße von Hormus im Falle eines Kriegsendes.
  • Unterstützung für den möglichen Einsatz vor allem unter Anhängern von Union, SPD und Grünen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH