CDU Niedersachsen will Sozialversicherungsbeiträge absenken

12. Mai 2026

Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Forderung nach Beitragssenkung in Niedersachsen

() – Kurz vor dem Koalitionsausschuss am Dienstag hat der niedersächsische CDU-Fraktions- und Parteichef Sebastian Lechner eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge gefordert.

„Wer die untere und mittlere Hälfte der Einkommensskala wirklich spürbar entlasten will, muss an die Sozialabgaben. Das senkt gleichzeitig auch noch die Lohnnebenkosten“, sagte Lechner der „Welt“, „Business Insider“ und „Politico“.

Der CDU-Politiker rechnet vor, dass die Sozialabgaben-Last im Vergleich zur Einkommensteuer vor allem bei unteren und mittleren Einkommen besonders hoch ist.

Der Kipppunkt liege für einen ledigen Arbeitnehmer bei ungefähr 65.000 bis 70.000 Euro brutto im Jahr – also etwa 5.400 bis 5.800 Euro brutto pro Monat. Unterhalb dieses Einkommens zahle man mehr in die Sozialversicherung als ans Finanzamt.

Und das betreffe die große Mehrheit der Erwerbstätigen: Der Medianlohn bei Vollzeit liege in bei rund 54.000 Euro, also in dem Bereich, wo Sozialabgaben dominieren. Sinken die Sozialabgaben, würden untere und mittlere Einkommen von Millionen Deutschen deutlich stärker entlastet als über die Einkommensteuer.

Konkret schlägt Lechner darum vor, alle versicherungsfremden Leistungen in den Sozialkassen möglichst über den Bundeshaushalt zu finanzieren, insbesondere die Kosten für die Krankenversicherung von Beziehern der Grundsicherung.

Der aktuelle Reformentwurf sehe vor, dass ein erheblicher Teil dieser Kosten – rund 12 Milliarden Euro jährlich – weiterhin von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werde. Das bedeute: Bezahlt würde dieser gesamtgesellschaftliche Aufwand weiter ausschließlich und zweckentfremdet aus den Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern.

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„Das ist der falsche Weg“, sagte er.

Lechner gehört zur Riege der jungen Unionspolitiker wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther oder Hendrik Wüst aus . Er sitzt auch im CDU-Präsidium der Bundespartei.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Senioren und Jugendliche (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Sebastian Lechner fordert eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge.
  • Er schlägt vor, versicherungsfremde Leistungen über den Bundeshaushalt zu finanzieren.
  • Der aktuelle Reformentwurf sieht vor, dass rund 12 Milliarden Euro jährlich von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft untere und mittlere Einkommensgruppen
  • überwiegend in Deutschland, besonders bei Arbeitnehmern mit einem Bruttoeinkommen unter 65.000 bis 70.000 Euro jährlich
  • Senkung der Sozialversicherungsbeiträge von rund 12 Milliarden Euro jährlich vorgeschlagen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach Senkung der Sozialversicherungsbeiträge zur Entlastung unterer und mittlerer Einkommensschichten
  • Hohe Sozialabgaben im Vergleich zur Einkommensteuer bei Einkommen unter 65.000 bis 70.000 Euro brutto pro Jahr
  • Vorschlag, versicherungsfremde Leistungen über den Bundeshaushalt zu finanzieren, um die Belastung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu verringern

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Forderung nach Senkung der Sozialversicherungsbeiträge
  • Vorschlag, versicherungsfremde Leistungen über den Bundeshaushalt zu finanzieren
  • Kritik an der derzeitigen Finanzierung der Krankenversicherungskosten aus den Beiträgen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber
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