Nagel lobt Altersvorsorgedepot und fordert höheres Rentenalter
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftliche Reformen in Deutschland
Düsseldorf () – Bundesbank-Präsident Joachim Nagel spricht sich für eine umfassende Rentenreform mit längerer Lebensarbeitszeit aus. Es sei unausweichlich, das gesetzliche Renteneintrittsalter zu erhöhen, sagte Nagel dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe).
In diesem Zusammenhang begrüßte Nagel das neue Altersvorsorgedepot, welches ab 2027 als Nachfolger der Riester-Rente geförderte Investitionen in börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ermöglicht. „Der neue Ansatz ist ein richtiges Signal und ein wichtiger Schritt zu einer stärkeren kapitalgedeckten Säule für die Altersvorsorge“, sagte Nagel. Er schränkte jedoch ein: „Es wirkt erst mittelfristig und wird die Probleme der Rentenversicherung in den nächsten Jahren nicht lösen.“ Es sei auch keine Lösung, diesen Druck mit immer mehr Bundeszuschüssen aufzufangen.
Der Bundesbankpräsident fordert deshalb, das gesetzliche Rentenalter nach 2031 systematisch an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Nagel bezeichnete es als „folgerichtig, dass wir einen Teil der zusätzlichen Lebenszeit arbeiten“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Joachim Nagel (Archiv) |
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- Bundesbank-Präsident Joachim Nagel fordert eine umfassende Rentenreform mit längerer Lebensarbeitszeit.
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