Normenkontrollrat kritisiert neues Heizungsgesetz

14. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Berlin: Kritik am GMG

() – Der Vorsitzende des Nationalen Normenkontrollrats, Lutz Goebel, hat das vom Kabinett beschlossene Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) in ungewöhnlich scharfer Form kritisiert. „Dieser Gesetzentwurf gehört zu den handwerklich schwächsten und praxisfernsten Vorhaben, die dem Nationalen Normenkontrollrat in den vergangenen Jahren vorgelegt wurden“, sagte Goebel der „Bild“ (Donnerstagsausgabe).

Der Gesetzestext sei „in weiten Teilen kaum verständlich, unnötig kompliziert und für Betroffene häufig nicht nachvollziehbar“, so Goebel weiter. Selbst Fachverbände, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigten, kritisierten Umsetzungsprobleme und fehlende Praxistauglichkeit. Genau solche Gesetze trügen zur Frustration vieler Bürger gegenüber Staat und Politik bei. Das Gesetz sei ein Paradebeispiel dafür, warum viele Menschen staatliche Regeln nicht mehr verstehen.

Nach Einschätzung des NKR verursacht das Gesetz zusätzliche Bürokratie- und Beratungskosten. So seien etwa die Vorgaben zur Aufteilung der Nebenkosten beim Einbau einer fossilen Heizung für viele Wohnungseigentümer nur unter Inanspruchnahme externer Beratung überhaupt umsetzbar. Dass diese Belastungen vom Ministerium nur unvollständig dargestellt würden, sei nicht akzeptabel, sagte Goebel.

Er forderte den Bundestag zu Änderungen auf: Wer weniger Bürokratie verspreche, dürfe keine Gesetze vorlegen, die neue Unsicherheit, neue Nachweispflichten und neue Komplexität schaffen. Im parlamentarischen Verfahren sollten deshalb die Vorschläge der Verbände noch einmal umfassend geprüft und der Entwurf überarbeitet werden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ausbau einer alten Gasheizung (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Lutz Goebel kritisiert das Gebäudemodernisierungsgesetz als unverständlich und kompliziert.
  • Gesetz verursacht zusätzliche Bürokratie- und Beratungskosten, insbesondere bei Nebenkostenaufteilung.
  • Goebel fordert umfassende Prüfungen und Überarbeitung des Gesetzesentwurfs im parlamentarischen Verfahren.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Wohnungseigentümer, Fachverbände, Bürger
  • Region: Deutschland
  • Einschätzung: Erhöhte Bürokratie- und Beratungskosten, unklare Vorgaben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik an der Komplexität und Unverständlichkeit des Gesetzesentwurfs
  • Zusätzliche Bürokratie- und Beratungskosten für Betroffene
  • Forderung nach Überarbeitung aufgrund von Umsetzungsproblemen und fehlender Praxistauglichkeit
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